Biogasanlage bei Türkheim: Funktion, Zahlen, Daten, Fakten

ROD 03.07.2012

Was entsteht: Die Biogasanlage bei Türkheim gewinnt pro Jahr aus 40.000 Tonnen Lebensmittelabfällen, für deren Entsorgung die Anlieferer bezahlen müssen, die gleiche Menge zertifizierten Dünger, der an Landwirte verkauft wird. Beim Vergären entsteht Methan - in einem Blockheizkraftwerk werden Strom und Wärme erzeugt. Der Strom geht ins Albwerknetz, die Wärme wird zum Teil gebraucht, um die Lebensmittelreste zu hygienisieren. Angestrebt ist, das Gas so zu behandeln, dass es ins Gasnetz eingespeist werden kann.

Zahlen:
Elektrische Gesamtleistung: 1,6 Megawatt; Wärmeleistung 3,7 Megawatt; drei Gärrestlager mit je 4750 Kubik, eines mit 2700 Kubik.

Sicherheit:
Derzeit läuft der Probebetrieb - mit Gülle, ohne Lebensmittelreste. Es sind viele Genehmigungen und Sicherheitsbestimmungen zu erfüllen mit Schleusen, Luftfiltern, geschlossenen Leitungssystemen, Bodenwannen und doppelwandigen Behältern.

Die Lebensmittelreste, verpackt und unverpackt, kommen aus einem Umkreis von 150 Kilometern z.B. aus der Lebensmittelindustrie, aus Großküchen, Kantinen, Kliniken, Altersheimen, aus Schlachthöfen und Fettabscheidern.

Schradenbiogas betreibt vier Biogasanlagen und hat 70 Beschäftigte, davon 15 in Türkheim. Umsatz 2011: 6 Millionen Euro. 1993 gegründet, seit 2010 im Besitz der BayWa.