Straßenbau Binder: Nur Sanierung der Waldhausener Steige ist sinnvolle Lösung

EIS 22.09.2017
Der Geislinger Abgeordnete Sascha Binder drängt weiter auf eine rasche Sanierung der Waldhausener Steige.

Die Waldhausener Steige ist marode und bedarf eigentlich einer Generalsanierung. Die Fahrbahn weist talseitig große Risse und zum Teil erhebliche Senkungen auf. Das Geislinger Tiefbauamt sieht sogar die Gefahr, dass der Untergrund an diesen Stellen abrutschen kann – mit der Folge, dass die Fahrbahn dort halbseitig gesperrt werden müsste. Auf der Stöttener Steige war dies wegen Unterspülungen auf einem 400 Meter langen Abschnitt bereits zwischen 2013 und 2015 der Fall gewesen, ehe dort die Sanierung begann.

Nun ist die Waldhausener Steige bis Ende September gesperrt. Allerdings nicht, um die Straße wieder auf Vordermann zu bringen, sondern um Geröll und lose Felsstücke wegzuräumen. Was wiederum den Geislinger SPD-­Landtagsabgeordneten Sascha Binder auf den Plan ruft. Mit der aktuellen Sperrung für Felssicherungsarbeiten komme das Land zwar seiner Verkehrssicherungspflicht nach, konstatiert Binder. In seinen Augen sei eine schnelle Generalsanierung jedoch die letztlich günstigere und auch sicherere Maßnahme. Anstatt „alles in einem Zug zu sanieren und zu sichern und damit die Unannehmlichkeiten vor allem für die Waldhausener zu minimieren, drohen nun bis zur tatsächlichen Instandsetzung immer wieder neue Sperrungen“, betont  er.­

Binder hatte sich in den vergangenen Jahren gemeinsam mit den Ortsvorstehern von Waldhausen und Eybach, Reiner Strehle und Walter Gugenhan, sowie mit der Geislinger Stadverwaltung für das Projekt Steigesanierung noch im laufenden Jahr starkgemacht. Allerdings mit ernüchterndem Ergebnis: In der im April veröffentlichten Erhaltungsliste des Landesverkehrsministeriums taucht die L 1164 zwischen Eybach und Waldhausen in der Projektliste für 2017 gar nicht auf.

In der Priorisierungsliste ist die in vier Abschnitte aufgeteilte Steig­straße zwar in drei Bereichen hoch-, in einem weiteren jedoch abgestuft worden. Was laut Binder eine „abschnittsweise Sanierung“ nahelegt und es „demnach ohnehin schon zu mehreren Teil- oder Vollsperrungen kommen würde“. In der davor gültigen Dringlichkeitsliste hatte die Waldhausener Steige sogar noch vor der Steinenkircher Steige gestanden. Letztere wurde aber nach geotechnischen Untersuchungen für eine Sanierung vorgezogen, die schließlich im März 2016 begann.

Die Straße von Eybach nach Waldhausen war zwar im Vorfeld provisorisch ausgebessert worden, um den Umleitungsverkehr aufnehmen zu können. Bis zu 10 000 Fahrzeuge mehr pro Monat und Richtung zählten die Waldhausener während der folgenden acht Monate, in der die Steinenkircher Steige komplett gesperrt blieb. Danach war die Straße jedoch über weite Strecken in einem noch schlechteren Zustand als zuvor.