Geislingen Biergenuss nach der Radtour

Geislingen / Andrea Neuwirth 11.09.2018
Ein Bier für alle, die gern Fahrrad fahren – das will die gebürtige Geislingerin Andrea Maurer Bisetti bieten.

„Die Idee, nach einer Radtour ein Bier zu trinken, ist ja gar nichts Neues, sondern eine Tradition im Radsport“, sagt Andrea Maurer Bisetti. „Es gibt nichts Schöneres, als eine Radtour mit einem frischen Bier ausklingen zu lassen“, fügt sie hinzu. Und so kamen sie und ihr Mann Damien auf die Idee, ein Bier für Radfahrer zu machen. 2012 wurde das Vélosophe (vélo ist französisch und heißt Fahrrad) eingeführt und erfreut seitdem die Gaumen vieler Bier- und Fahrradliebhaber.  Radfahren und Gastronomie gehören seit vier Generationen zur DNA der Familie Bisetti.

Damien ist Koch, hat sein Diplom an der Lausanner Hotelfachschule gemacht und führt neben seinem Fahrradladen auch ein Restaurant in Genf. Die Leidenschaft fürs Radfahren wurde ihm bereits vom Großvater mitgegeben, der Präsident des Fahrrad-Clubs in Genf war. Außerdem ist er Schweizer Meister im BMX-Fahren – dabei handelt es sich um eine Sportart, bei der Fahrradfahrer mit ihren speziellen Rädern Tricks und Stunts vorführen.

Andrea Maurer Bisetti erzählt, dass auch sie leidenschaftliche Fahrradfahrerin ist. Als ihr Mann und sie die Idee hatten, ein Bier speziell für Radfahrer zu entwickeln, habe sie als gebürtige Geislingerin zuerst an die Heimat gedacht. „Denn woher kommt das beste Bier der Welt? Aus dem Schwabenland natürlich“, sagt sie und lacht. „Mit der Lammbrauerei in Gruibingen haben wir einen tollen Partner gefunden“, zeigt Maurer Bisetti sich erfreut.

Gemeinsam mit Braumeister Hans-Dieter Hilsenbeck haben Damien und Andrea ein Konzept entwickelt, bei dem das Augenmerk darauf lag, dass das Vélosophe großen Durst löscht, nicht zu schwer ist und wenig Kohlensäure enthält. „Unser Bier ist ein absolut naturbelassenes Produkt, das nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut wird“, betont Maurer Bisetti.

Braumeister Hans-Dieter Hilsenbeck erklärt, was das Vélosophe-Bier von „normalem“ Bier unterscheidet: „Vélosophe wird extra schonend mit einem speziellen Sudverfahren eingebraut, um alle wichtigen Inhaltsstoffe aus dem Malz herauszulösen.“ Dabei sei auch die richtige Mineralienzusammensetzung des Wassers wichtig. „Der besondere Hefestamm sorgt bei schonender und kalter Gärung für die geschmackvolle Abrundung“, fügt Hilsenbeck hinzu.

Zunächst sei die Idee gewesen, mit einem Bier speziell für Radfahrer Werbung für den Fahrradladen von Damien zu machen, erzählt Maurer Bisetti. „Vor allem wollten wir mit unseren Freunden ein gutes Bier nach den vielen Radtouren trinken“, fügt sie hinzu. Und das sei in der Schweiz gar nicht so einfach, denn bis vor einigen Jahren war eine gute Auswahl an sogenannten Craft-Bieren Fehlanzeige. Schnell sprach es sich in der Fahrradwelt herum, dass es in der Schweiz ein solches, gutes Craft-Bier gibt. „Schnell bekamen wir sehr viele Anfragen – aus der ganzen Schweiz, aber auch aus Frankreich, Holland und Belgien“, erzählt Maurer Bisetti.

Auch in Sachen Vertrieb sei man ganz neue Wege gegangen, sagt die gebürtige Geislingerin. Das Vélosophe gibt es nicht nur auf Fahrrad-Events und in Fahrradgeschäften, sondern auch in Bike-Cafés, Bars, Restaurants und Fachgeschäften.  In Frankreich vertreibt das Bier der Fahrrad-Großhändler Mohawk’s Cycles an Fahrradeinzelhändler, in Genf bringt ein Fahrradkurier das Sixpack direkt an die Haustüre. Auch im Geislinger Umkreis gibt es das Bier zu kaufen: direkt beim Braubetrieb in Gruibingen.

Die Hauptkäufer seien sicherlich sportinteressierte Menschen, meint Maurer Bisetti. „Durch unsere Distributionsstrategie über den Fahrradhandel und bei Bike-Events werden wir auf jeden Fall von einer sportinteressierten Community getragen“, sagt sie.

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