Konzert Bewahren und neue Wege gehen

„Von ällem ebbes“ lautete das Motto der  Sommerserenade des Gesangvereins Liederkranz Aufhausen unter der Leitung von Heidemarie Güller. Als Solist wirkte Rüdiger Kraus, Markus Sontheimer spielte E-Piano.
„Von ällem ebbes“ lautete das Motto der  Sommerserenade des Gesangvereins Liederkranz Aufhausen unter der Leitung von Heidemarie Güller. Als Solist wirkte Rüdiger Kraus, Markus Sontheimer spielte E-Piano. © Foto: Rainer Lauschke
Aufhausen / swp 04.08.2018

Von ällem ebbes – so lautete das Thema der Sommerserenade „Ein Dorf singt!“, die der Liederkranz Aufhausen bei angenehmen Sommertemperaturen im Zelt auf dem Festplatz unter den Linden im Zentrum des Dorfes gestaltete. Mehr als 400 Gäste folgten der Einladung des Liederkranz’ Aufhausen zur 18. Sommerserenade auf dem Dorfanger und sie sparten nicht mit Applaus. Schließlich wurde ihnen mit viel Freude am Gesang und sehr viel Herzblut ein buntes, kurzweiliges Unterhaltungsprogramm von gut zwei Stunden geboten.

 Mit einem Programm zwischen Vergangenheit und Gegenwart, mit viel Unterhaltung und auch ein wenig Besinnung wollte der Chor deutlich machen, wie man aus der Tradition heraus altes Liedgut bewahren und zugleich auch neue Wege beschreiten kann.

Im Mittelpunkt des Abends stand der Männerchorgesang mit Kompositionen aus unterschiedlichen Epochen, von der Romantik bis zur Gegenwartsliteratur, von Schlagern der Neuzeit über nationalen Punkrock bis zu internationalen Welthits. Das Ganze noch garniert mit Text- und Instrumentalbeiträgen und zwei kleinen Sketchen.

Die Einladung zum Mitsingen kam bei den zahlreichen Gästen sehr gut an, auch bei denen, die den herrlichen Sommerabend außerhalb der „Zeltphilharmonie“ unter den Linden und Kastanien sitzend genossen.

Pünktlich betraten die Sänger des Liederkranzes die Bühne im Zelt und intonierten kraftvoll und mit viel Schwung den „Eröffnungsmarsch – Eins, zwei, drei: es ist soweit“ von Joseph Bovet – Erkennungsmelodie der Sommerserenaden.

Unter der Maxime „Hast du Töne, hast du Lieder, stimm doch einfach mit uns ein, Singen kann die Welt verwandeln, lasst uns alle fröhlich sein“, begrüßte Vorsitzender Helmut Wörz die vielen Konzertbesucher.

Das Motto der Sommerserenade lautet: „…von ällem ebbes“. Sichtliche Freude und herzhaftes Lachen bescherte Hans Bückle den amüsierten Besuchern mit seinen mit viel Wortwitz und Mehrdeutigkeiten gespickten schwäbischen Gedichten, getreu dem Motto: ‚Wer schwäbisch schwätzt, hot mehr vom Leba‘. Zu diesem Genre besang der Chor unter der bewährten Leitung von Heidemarie Güller mehrere Stücke aus der heiteren Kantate „Schwabenland und Schwabenleut“ die Eigenheiten der Schwaben überzeugend und kraftvoll.

In Begleitung der Steirischen Handharmonika, gespielt von Georg Bosch, sang dann ganz Aufhausen. Getreu dem Motto der Einladung: „Ein Dorf singt“, zeigte sich das Publikum begeistert und textsicher.

Nach einer kurzen Pause wagte sich der Chor auf seiner musikalischen Reise mit „Frauen sind anders“ von Hans Unterweger und „Tage wie diese“ von „Die Toten Hosen“ in ein ganz neues, fast ungewohntes Terrain der Chormusik. Damit will der Chor ganz bewusst neue Wege beschreiten und die Pfade traditioneller Chorliteratur verlassen, aber nicht vernachlässigen, um zu zeigen, dass Männerchorgesang mehr ist als nur Tradition und Silcher.

Diesen rhythmisch nicht ganz einfachen Part meisterte der Chor unter perfektem Dirigat schwungvoll und sicher. Wie seit vielen Jahren schon wurde der Chor bei diesen und allen anderen Chorbeiträgen am E-Piano von Markus Sontheimer in bekannter Manier bestens begleitet.

Die Schlusspartie wurde mit „Wiener Schmankerln“ wie „Es ist schön ein Musikant zu sein“ eingeläutet. Das sehr eindrucksvoll von Chormitglied Rüdiger Kraus dargebotene Solo „Im Prater blühen wieder die Bäume“ wurde mit einem wahren Beifallssturm bedacht und der Solist begeistert gefeiert.

Ausdrucksstark und mit viel Elan intonierte der Chor noch den weltbekannten „Donauwalzer – An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauß (Sohn) und setzte mit dem Marsch „Alte Kameraden“ von Carl Teike, von den begeisterten Zuschauern lautstark und rhythmisch klatschend begleitet, einen glanzvollen Schlusspunkt.

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