Kindergarten Betreuung der Kinder wird teurer

Nellingen / Ralf Heisele 23.07.2018

Im Nellinger Kindergarten ist derzeit Platz für 91 Buben und Mädchen. Die Gemeinde bietet fünf verschiedene Gruppen an: zwei Regelgruppen für Kinder über drei Jahren, eine weitere mit Altersmischung und zwei Kleinkindergruppen. Nach drei Jahren hat der Gemeinderat die Bedarfsplanung fortgeschrieben und dabei auch die Kindergartengebühren im Schnitt um 15 Prozent erhöht. Wie Kämmerer Werner Zimmermann ausführte, sei man dabei den Empfehlungen der Kirchen und kommunalen Landesverbände gefolgt. Insbesondere die gestiegenen Personalkosten (bedingt auch durch die Tarifabschlüsse) machen eine Gebührenanhebung unumgänglich. Unterm Strich muss die Gemeinde heuer 393 451 Euro für den Betrieb des Kindergartens zuschießen. Im vergangenen Jahr waren es noch 100 000 Euro weniger. Über die Gebühren der Eltern nimmt die Gemeinde lediglich 12,1 Prozent der Kosten ein.

Je nach Zahl der Kinder in einer Familie und nach der gewünschten Betreuungsform werden ab September folgende Gebühren erhoben – hier einige Beispiele: Bei einem Kind in der Familie in der Regelgruppe mit 30-stündiger Betreuung werden künftig 120 anstatt 104 Euro verlangt –  in der Regelgruppe mit 35 Stunden erhöht sich der Satz von 124 auf 143 Euro. Bei zwei Kindern in der Familie steigen die Gebühren von 78 auf 90 Euro beziehungsweise von 95 auf 110 Euro. Bei der Kleinkindbetreuung beim Fünf-Tage-Modell mit 20 Stunden pro Woche erhöhen sich die Gebühren von 175 auf 220 Euro (ein Kind in der Familie) und bei zwei Kindern in der Familie von 135 auf 170 Euro. Wird das Kleinkind lediglich an zwei Tagen für insgesamt acht Stunden in den Kindergarten gebracht, kostet dies künftig bei einem Kind in der Familie 88 statt 70 Euro. Mit den neuen Gebühren liegt die Gemeinde nach Angaben des Kämmerers  immer noch unter den Sätzen vieler anderer Gemeinden.

Dem Wunsch der Kindergartenleitung, für alle Regelgruppen erweiterte Öffnungszeiten anzubieten, ist der Gemeinderat nicht nachgekommen. Gleiches gilt auch für die Anfrage aus dem Gremium selber, die Kinder in den Kleinkindgruppen bis 14 Uhr statt wie bisher bis 12.30 Uhr zu betreuen. Wie Kämmerer Werner Zimmermann darlegte, würde beides sich auf den Personal­schlüssel auswirken, außerdem müsste die Betriebserlaubnis neu beantragt werden. Allein bei der verlängerten Betreuungszeit für die Kleinkindgruppen macht dies eine zusätzliche 0,45-Prozent-Stelle aus, was zusätzlich 22 600 Euro kosten würde, die dann auf die Gebühren umgelegt werden müssten.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel