Geislingen Kulturleben mit besonderen Filmen bereichern

Geislingen / Kathrin Bulling 14.12.2018
Das Geislinger Literaturnetzwerk zeigt in Kooperation mit dem Gloria-Kino mehrmals im Jahr Literaturverfilmungen.

Mit dem „Trafikant“ hat das Geislinger Literaturnetzwerk Anfang des Monats ins Schwarze getroffen: Mehr als 60 Personen wollten die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Robert Seethaler im Geislinger Gloria-Kino-Center sehen. „Die gute Besucherzahl zeigt uns, dass wir wohl auf dem richtigen Kurs sind“, sagt Pit Bihl vom Vorstand des Netzwerks. Der Weilerner ist zuständig für die „Lit-Film“-Reihe, die es seit 2017 gibt und in deren Rahmen der „Trafikant“ lief.

Mit der Vorführung von Filmen, die nicht in die Kategorie Blockbuster fallen und deshalb in vielen Kinos oft keinen Platz finden, will das Literaturnetzwerk das Kulturleben in Geislingen und Umgebung bereichern. „Das ist ja auch unser Anliegen im Literaturnetzwerk“, erklärt Bihl. In Alexander Kern, dem Betreiber des Gloria-Kino-Centers, habe der Verein einen Partner gefunden, mit dem sich dies umsetzen lasse – „es ist toll, dass er das möglich macht, wir sind sehr froh über diese Kooperation“, sagt Bihl.

Mit Filmen älteren Datums – Doktor Schiwago, Emmas Glück, Tulpenfieber – war die „Lit-Film“-Reihe gestartet, doch da seien die Besucherzahlen eher verhalten geblieben. Die Nachfrage nach solchen Filmvorführungen habe man wohl falsch eingeschätzt, meint Bihl – viele Filme kenne man eben schon aus dem Fernsehen oder habe sie auf DVD. Deshalb der Beschluss, lieber aktuelle Literaturverfilmungen zu zeigen. Die nächste wird Agatha Christies „Das krumme Haus“ im Februar sein (der genaue Termin steht noch nicht fest).

Welche Filme ausgewählt werden, sei eine nicht ganz einfache Abwägungssache, erläutert Bihl. Die Literaturnetzwerk-Mitglieder setzen ganz auf Alexander Kerns Erfahrungen; für ihn muss sich die Filmvorführung schließlich finanziell lohnen. Vorschläge von außen seien aber auch willkommen.

Vorgenommen hat sich das Netzwerk, künftig überwiegend im Frühjahr und Herbst Filme in loser Reihe zu zeigen – im Sommer gebe es zu viele Konkurrenzveranstaltungen. Gesetzt sind für das kommende Jahr auch wieder die DokuFilmTage unter der Regie von Netzwerksmitglied Gabriele Glang. Dieses Frühjahr sei das Angebot nicht so gut angenommen worden, „das war etwas frustrierend, weil es ein großer Aufwand ist“. Doch Pit Bihl sagt auch: „Wir machen es wieder und hoffen, es läuft dann besser.“

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