Bereits zum zehnten Mal startet heute ein Team aus Radlern mit und ohne Handicap zur Bäder- und Rehatour vom Krebsverband Baden-Württemberg. Es geht in Richtung Venedig (wir berichteten). Die erste Etappe der neuntägigen Reise führt vom Diakonie Klinikum Stuttgart aus über Geislingen nach Türkheim. Minister Manfred Lucha  begleitet das Team auf dem Weg nach Italien. Unter dem Motto „Zeigen, was möglich ist“ zeigen die Teilnehmer, dass sie  nach einem Unfall, einer chronischen oder schweren Erkrankung ihren Mut nicht verloren haben und gemeinsam Barrieren überwinden können. Auf ihrer Fahrt auf Zwei- und Dreirädern werden sie von Vertretern aus der Politik, sowie von Verbänden und medizinischen Einrichtungen begleitet.

In Göppingen pausieren  die Radler am Zentrum für ambulante Rehabilitation, direkt am Filstalradweg.  Die mitradelnde Integrationsfachfrau Andrea Nordmann hofft dort von Professor Gerd Becker, Klinik am Eichert, und Professor Sommer, Christophsbad, zu  erfahren, was  beispielsweise eine punktgenaue Bestrahlung oder eine frühzeitige Reha leisten  kann.  Göppingens Landrat Edgar Wolff radelt  zusammen mit seiner MS-kranken Mitarbeiterin, Susanne Leinberger, auch ein Stück weit mit. „Sportliche Aktivitäten sind für Menschen mit einem Handicap möglich. Gemeinsam macht es zudem auch noch viel Spaß“, freut sich Susanne Leinberger.

Die Sozialpolitikerin und Göppinger SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens wird bis zum Etappenziel  darüber informieren,  welche zusätzlichen  Integrationschancen das vor kurzem beschlossene  Flexi-Gesetz gerade für behinderte und chronisch kranke Menschen eröffnet.

Holger Scheible auch dabei

Die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier radelt ab Eislingen mit.  Die streitbare Gewerkschafterin und Kandidatin für den Bundestag wird Uwe Keller,  Selbsthilfegruppe Aphasie, aus ihrer Erfahrung als langjährige stellvertretende  Vorsitzenden des Krebsverbandes Auskunft geben,  wie sie es  mit der Förderung der Selbsthilfe hält. Geislingens OB-Stellvertreter Holger Scheible begleitet den Tross ab Kuchen mit nach Türkheim und überreicht eine kleine Spende. Ein weiterer Stopp ist unter anderem die Luise von Marillac Klinik in Bad Überkingen, eine onkologische Rehaklinik für Frauen nach Brustkrebs.