Seit 2015 gibt es im ehemaligen Jugendheim in der Friedensstraße die Weltsternchen, eine Großtagespflegestelle, in der die Tagesmütter Neslihan Gedik und Sylvia Köpf  bis zu sieben Flüchtlingskinder ab drei Jahren betreuen. Die kleine Gruppe bietet den Kindern, die aus so unterschiedlichen Ländern wie Afghanistan, Tschetschenien und Togo stammen, einen besonders geschützten Raum, um sich an den Alltag in einem Kindergarten zu gewöhnen und sich wohlzufühlen. Bei den Weltsternchen gehe es etwas ruhiger und individueller zu als in einer regulären Kindergartengruppe mit 20 Kindern, erläutert Neslihan Gedik. „Da fällt es schneller auf, wenn Förderbedarf besteht oder etwas nicht stimmt“, meint die Tagemutter.

In den ersten Jahren wurden in der Großtagespflegestelle ausschließlich Kinder aus der Gemeinschaftsunterkunft in der Rheinlandstraße betreut, die in den städtischen Kindergärten keinen Platz bekamen. „Inzwischen konnten wir das Angebot öffnen“, sagt Monika Banschbach vom Göppinger Tagesmütterverein. Jetzt sind auch Jungen und Mädchen dabei, die zusammen mit ihren Familien schon aus der Gemeinschaftsunterkunft ausgezogen sind, sowie Kinder mit besonderem Förderbedarf.

Zu den besonderen Herausforderungen, vor die Kinder und Tagesmütter gestellt sind, gehört natürlich die Sprache. Je nach Konstellation kann es vorkommen, dass alle Kinder aus einem anderen Land kommen. Aber auch die Zeit in den Gemeinschaftsunterkünften habe bei vielen Kindern Spuren hinterlassen: „Sie haben viel gesehen und viel erlebt“, erzählt Banschbach. Das habe auch das Sozialverhalten geprägt, meint sie. Teilweise müssten die Kinder wieder lernen, mit Grenzen umzugehen, Dinge zu teilen und auch mal etwas abzugeben. Einmal in der Woche kommt ein Experte für Frühförderung zu den Weltsternchen und arbeitet eine knappe halbe Stunde mit den Kindern. Normalerweise schätzt ein Sozialpädiatrisches Zentrum den Förderbedarf von Kindergartenkindern ein – allerdings nur bei Kindern, bei denen der Aufenthaltsstatus geklärt ist, sagt Banschbach. Bei vielen der Weltsternchen sei dies noch nicht der Fall. „Aber wir wollen den Kindern ungeachtet der Bleibeperspektive die bestmögliche Förderung bieten“, betont sie. Umso schöner sei es, wenn es aus Kita oder Schule die Rückmeldung gebe, dass die Kinder viel bei den Tagesmüttern gelernt hätten.

Wir wollen einen Rahmen schaffen, in dem sich die Kinder wohl und geborgen fühlen“, sagt Sylvia Köpf. Dazu gehört auch ein schöner Raum und Spielzeug, das den Bedürfnissen der Kinder entspricht. Deshalb möchten die Tagesmütter gerne die Wände ihres Kellerraums streichen sowie neue Teppiche und eine gemütliche Sofaecke anschaffen.

Die meisten Spielsachen sind bisher aus gebrauchten Sachspenden zusammengewürfelt. „Wir hätten zum Beispiel gerne einen neuen Kaufladen, der nicht immer umkippt, ein paar schöne Kleider für die Puppen – einfach mal was Schönes und Neues“, erklärt Neslihan Gedik.

Von der Stadt Geislingen erhalten die Tagesmütter zwar  eine Zuwendung für Material, Anschaffungen die darüber hinausgehen, müssen die Tagesmütter allerdings aus ihrem Stundenlohn bezahlen. Deshalb brauchen sie die Unterstützung der GZ-Weihnachtsaktion.

Alles zur GZ-Weihnachtsaktion


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Jeder Spender wird in der GEISLINGER ZEITUNG ­genannt und erhält auf Wunsch eine Spendenbescheinigung (bitte Adresse angeben). Anonyme Spenden sind auch möglich (dies bitte auf der Überweisung vermerken).

Kontakt
Bei allen Fragen und Ideen rund um die GZ-Weihnachtsaktion „Gemeinsam geht’s besser“ können Sie sich an die GZ-Volontärin Stefanie Schmidt wenden. Kontakt: ☎ (07331) 202-41 oder per E-Mail:
s.schmidt@swp.de