Bau Baustopp an der Lonetalschule

Erst versteckte Kabel, jetzt ein Öltank: Das Baufeld für den Anbau an die Lonetalschule birgt manche unliebsame Überraschung.
Erst versteckte Kabel, jetzt ein Öltank: Das Baufeld für den Anbau an die Lonetalschule birgt manche unliebsame Überraschung. © Foto: Markus Sontheomer
Amstetten / Thomas Hehn 14.04.2018

Mitterweile kursieren in Amstetten schon die ersten Witze: „Was wird eher fertig: der neue Flughafen in Berlin oder die Lonetalschule?“ Tatsächlich hakt es schon wieder beim Umbau der Gemeinschaftsschule. Diesmal hat eine fehlende Statik für den Anbau sogar zu einem dreiwöchigen Baustopp geführt. Hintergrund bildete ein Öltank im Boden, der anders lag als ursprünglich angenommen. Wegen der veränderten Bedingungen musste die Statik komplett neu berechnet und geprüft werden.

Dass in der Folge drei Wochen lang nichts mehr ging auf der Baustelle, hat im Rathaus keine Begeisterungsstürme ausgelöst. „Die Baufirma hat inzwischen ihre Leute abgezogen. Die Frage ist: Wann kommen sie wieder?“, ärgert sich Kämmerer Karlheinz Beutel, derzeit amtsinterner Stellvertreter auf dem vakanten Posten des Bürgermeisters.

Zumindest in dieser Hinsicht kann Beutel beruhigt sein: „Am Montag fangen wir an, die Fundamente zu schalen und betonieren dann“, verspricht Bauunternehmer Sieghart Granat. Der Firmenchef kann den Ärger der Amstetter verstehen. „Jede Baufirma möchte einen Auftrag schnell und zur Zufriedenheit aller abschließen.“

Das Problem mit der Statik ist nicht der einzige Hemmschuh bei der Lonetalschule. Bereits vor drei Wochen musste der Gemeinderat mitten in den Osterferien nachsitzen, weil die Elektroarbeiten um 183 000 Euro und damit 30 Prozent teurer wurden als die Architekten in ihrer Kostenberechnung angenommen hatten. Der Gemeinderat hob daraufhin die Ausschreibung auf und beschloss, das Gewerk neu auszuschreiben. Dadurch verzögert sich die Vergabe um nochmal vier Wochen.

Durch weitere unliebsame Überraschungen wie plötzlich auftauchende Stromkabel im Boden des Baufeldes für den geplanten Anbau scheint der Bauzeitenplan für das Projekt insgesamt ins Wanken zu geraten. „Durch die besonderen Erschwernisse (…) wird die Fertigstellung nun bis Mitte März angestrebt“, teilt das mit der Bauleitung beauftragte Architekturbüro Gauß & Knödler in Göppingen mit. Amstettens Kämmerer nimmt das verärgert zur Kenntnis. „In den Sitzungen hat Architekt Andreas Werner immer gesagt, man werde bis Weihnachten fertig – und erst im Nachsatz, dass es auch Ostern werden könnte.“ Der Architekt wiederum versichert, dass von Anfang an „mit der Gemeinde ein Bauzeitenfenster bis Ostern Mitte April 2019 abgestimmt“ gewesen sei.

Der Amstetter Kämmerer glaubt indessen nicht mal mehr an den Einzug an Ostern. „Das wird vermutlich eher Sommer werden.“

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