Geislingen an der Steige AWO-Seniorenclub feiert 40-Jähriges

Immer in Bewegung: Beim Seniorenclub der Arbeiterwohlfahrt vergeht kaum ein dienstägliches Treffen, bei dem nicht getanzt, gesungen oder musiziert wird. Am Samstag feiert der Club sein 40-Jähriges.
Immer in Bewegung: Beim Seniorenclub der Arbeiterwohlfahrt vergeht kaum ein dienstägliches Treffen, bei dem nicht getanzt, gesungen oder musiziert wird. Am Samstag feiert der Club sein 40-Jähriges. © Foto: Markus Sontheimer
Geislingen an der Steige / CLAUDIA BURST 17.02.2016
Jeden Dienstagnachmittag trifft sich der AWO-Seniorenclub im Geislinger Mehrgenerationenhaus zum Tanzen, Singen und zum Fröhlichsein. Eingeladen dazu sind auch Nicht-AWO-Mitglieder.

"Wie heißt's bei uns? AWO - Narro! AWO - Narro! AWO - Narro!", ruft Annelies Paul den mehr als 40 bunt verkleideten Besuchern zu, die den Narrenruf begeistert aufgreifen und zurückbrüllen. Es ist der Fasnetsdienstag, der AWO-Seniorenclub feiert "Fasching an der Fils" im Schubartsaal des Geislinger Mehrgenerationenhauses. "Das ist einfach der schönste Dienstag ... der Woche", findet Annelies Paul und erntet fröhliches Gelächter. Und am gestrigen Dienstag trafen sich die Senioren der Arbeiterwohlfahrt (AWO) schon wieder in geselliger Runde, diesmal nicht ganz so ausgelassen, aber ein Tänzchen darf trotzdem gewagt werden.

Annelies Paul, die energiegeladene 82-Jährige, ist Leiterin des Seniorenclubs, und das seit inzwischen genau 20 Jahren. "Aber so langsam würde ich schon gerne kürzer treten. Wenn wir nur jemanden fänden, der diese muntere Truppe hier in Zukunft übernehmen würde."

Diese muntere Truppe, das sind Senioren mit einem Altersdurchschnitt von 78,2 Jahren. Das hat Annelies Paul selbst ausgerechnet. Kommen dürfen jederzeit auch Jüngere, und die müssen auch nicht unbedingt Mitglied bei der AWO sein, erklärt die Club-Vorsitzende.

Vor genau 40 Jahren, am 18. Februar 1976, war es, dass innerhalb der AWO der "Altenclub" gegründet wurde mit Hans Glöckle als Erstem Vorsitzenden. Ihm folgte fünf Jahre später Ludwig Burgermeister und sechs Jahre darauf Rudi Otte, der Vater von Annelies Paul. Als der erkrankte, übernahm Albert Müller kommissarisch die Leitung, und Annelies Paul entwickelte sich zu seiner rechten Hand, weil sie zu dieser Zeit in den Ruhestand wechselte und Spaß an der Aufgabe fand.

Bis 1996 trafen sich die AWO-"Alten" immer im Vereinsheim der Kaninchenzüchter. Dann jedoch folgte die Wende in gleich mehreren Beziehungen: Im Januar wurde Annelies Paul zur Vorsitzenden gewählt, im Februar mussten sie eine neue Bleibe in der Oberen Stadt beziehen, in den Wochen darauf tauften sie sich vom Alten- in den Seniorenclub der AWO um, "und im September waren wir die erste Gruppe, die im damaligen Bürgertreff den neuen Schubartsaal nutzten", sagt Annelies Paul.

Jeden Dienstagnachmittag von 14 bis 16.30 Uhr trafen und treffen sich hier zwischen 30 und 75 Menschen, die gerne tanzen, singen, miteinander plaudern und fröhlich sind. Musik gibt's immer, dafür sorgen Karlheinz Kolar (zurzeit allerdings krank) im Wechsel mit Gerhard Grüneberg und Manfred Metzger am Keyboard. An Fasching, Ostern und Weihnachten wird passend zum jeweiligen Fest gefeiert, darüber hinaus organisiert Annelies Paul jedes Jahr eine Fünf-Tages-Reise zu interessanten Orten sowie einen Tagesausflug für die Seniorenclub-Teilnehmer. Bis vor drei Jahren hat sie darüber hinaus mit ihrem Partner Gerhard Fleischer für bis zu zehn Paare eine Volkstanzgruppe geleitet, mit denen sie sogar auftrat.

Momentan ist die agile Seniorin dabei, die 40-Jahr-Feier auf die Beine zu stellen. Am 20. Februar gibt's - natürlich im Schubartsaal - ab 13.30 Uhr ein großes Fest. Im Programm: der AWO-Zirkus FitzeFatze, Theater, Musik, Tanz und Gesang sowie ein leckeres Büfett.

Info Der AWO-Seniorenclub findet immer dienstags von 14 bis 16.30 Uhr im Schubartsaal des Geislinger Mehrgenerationenhauses statt. Wer Interesse hat, daran teilzunehmen, darf einfach kommen.

Was leistet die Arbeiterwohlfahrt?

Dienstleister Der AWO-Kreisverband Göppingen wurde im Jahr 1992 als selbstständiges soziales Dienstleistungsunternehmen in Form eines Vereins gegründet. Die drei großen Säulen der sozialen Dienstleistungen im Landkreis Göppingen sind die Alten-, Kranken- und Behindertenhilfe, Kinder-, Jugend- und Familienhilfe sowie die interkulturellen Dienste mit dem Schwerpunkt Integrationskurse.

Organisation Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege arbeitet der AWO-Kreisverband nach sozialen, betriebswirtschaftlichen und ökologischen Grundsätzen. Fachliches und kompetentes Handeln, Transparenz sowie Zuverlässigkeit sind für den Verband unverzichtbar, heißt es in einer Selbstdarstellung. Das Qualitätsmanagement verknüpfe international anerkannte Standards und Qualitätsanforderungen mit den Bedürfnissen und Wünschen der AWO- Kunden.

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