Autos sind eigentlich sein Metier, doch vor kurzem hat sich Willi Diez mit Kunst beschäftigt: Der Professor für Automobilwirtschaft an der Geislinger Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) war Schirmherr des Kunstpreises Worpswede 2017.

Nicht ohne Grund – das Thema machte es dem Geislinger Automobilprofessor einfach: „Auto, Macht, Mobilität“.

Der Kunstverein Art-­Projekt-Worpswede fühlt sich dem Geist der legendären Künstlerkolonie in Worpswede verbunden und möchte den Dialog zwischen Kunst und Wirtschaft intensivieren. Im Automobilmuseum in Einbeck bei Hannover vergab der Verein nun die Preise.

 Der diesjährige Gewinner ist die Künstlergruppe BMP aus Heilbronn. Ihr Objekt „Das Reisemobil – Universelle Mobilität“ setzte sich in dem international ausgeschriebenen Wettbewerb durch und erhielt den ersten Preis in Höhe von 10 000 Euro.

An dem Wettbewerb hatten sich 370 Bewerber aus 29 Nationen aus den Bereichen Malerei, Skulptur und Fotografie beteiligt. In seiner Festrede betonte Professor Diez die wichtige Rolle der Kunst in der Diskussion um die Zukunft der Mobilität: „Jetzt, wo das Auto einen neuen Stellenwert in der Gesellschaft finden muss, wo Mobilität insgesamt  neu definiert wird, ist es außerordentlich reizvoll, Künstler nach ihren Bildern und Visionen für die Mobilität im 21. Jahrhundert zu befragen.“ Die eingereichten Objekte zeigten nicht nur, was wir mit dem Auto machen, sondern auch „was das Auto aus uns gemacht hat“.

Die 55 für den Wettbewerb nominierten Werke gehen jetzt auf eine Wanderausstellung. Möglicherweise machen sie im nächsten Jahr auch an der HfWU Station. Eine Ausstellung mit diesen spannenden Werken wäre für alle Studenten und die Region eine große Bereicherung, so Diez. Und: „Da wir nun auch kunsttherapeutische Studiengänge an der Hochschule haben, können wir mit der Ausstellung eine schöne Brücke zwischen den Disziplinen schlagen.“ Diez will versuchen, die Ausstellung an einen oder beide Standorte der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt zu holen.

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