Im Geislinger Institut für Automobilwirtschaft (IfA), wird damit gerechnet, dass die Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent auf dem Automarkt fast wirkungslos verpuffen könnte. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor.
„Zusammenfassend hat die Bundesregierung mit dem Konjunkturpaket die Chance verwirkt, schnell und unmittelbar wirtschaftliche Impulse zu setzen“, so IfA-Chef Stefan Reindl. Stattdessen fordert der Professor weiterhin eine Kaufprämie für Neufahrzeuge mit Verbrennungsmotor ein. Dies würde nicht nur die Wettbewerbsposition der deutschen Vorzeigebranche schlechthin verbessern, sondern auch Beschäftigung bei den gebeutelten Zulieferern sichern, heißt es. Und sparsame Motoren könnten sogar den CO2-Ausstoß reduzieren, glaubt Reindl.

Rettet der Autogipfel Arbeitsplätze im Filstal?

Vor dem Autogipfel am Dienstag im Kanzleramt hat sich jedoch der CDU-Wirtschaftsrat gegen entsprechende Forderungen aus Union und SPD gewandt, da er durch eine Kaufprämie für Autos eine Einzelbranche ungerechtfertigt bevorzugt sieht. Die IG Metall fordert unterdessen eine Teilverstaatlichung von angeschlagenen Zulieferbetrieben oder einen Rettungsfonds gegen Insolvenzen und weitere Massenentlassungen, wie sie bald auch im Filstal drohen.
Laut Verkehrsminister Scheuer stehen derzeit sehr viele Autos unverkauft auf den Höfen. Im August waren die Neuzulassungen um 20 Prozent eingebrochen.