Geislingen AUS DEM GEISLINGER GEMEINDERAT

Seit 20 Jahren Stadtrat: Dr. Hansjürgen Gölz an seinem Platz in der Gemeinderatsrunde (dahinter seine SPD-Fraktionskollegen Thomas Reiff und Peter Zajontz). Foto: rod
Seit 20 Jahren Stadtrat: Dr. Hansjürgen Gölz an seinem Platz in der Gemeinderatsrunde (dahinter seine SPD-Fraktionskollegen Thomas Reiff und Peter Zajontz). Foto: rod
Geislingen / ROD 30.03.2012

Die Gruibinger Baufirma Moll übernimmt als günstigste Bieterin für rund 885 000 Euro die Erd- und Tiefbauarbeiten im Sanierungsgebiet Altstadtrand in Geislingens Oberer Stadt. Das beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Wie der städtische Tiefbauchef Ulrich Weingart erläuterte, ist am 10. April Baubeginn. Nacheinander werden das Kirchgässle, die Schubartstraße und das Umfeld der Stadtkirche (der Garagenschuppen wird abgerissen) grundlegend erneuert und gepflastert. Dann geht es auf die Ostseite der Fußgängerzone (Hansengasse und andere Abschnitte). Fertigstellung soll im November sein. Laut Weingart kommen auf die Anlieger vorübergehend "starke Einschränkungen" zu, die Straßen werden abschnittsweise gesperrt; Anlieger können sich beim Ordnungsamt Parkausweise besorgen. Die Gesamtmaßnahme war mit 933 000 Euro veranschlagt. Der ursprüngliche Auftrag wurde zwischenzeitlich ergänzt - wodurch 120 000 Euro Mehrausgaben entstehen. Von den Gesamtkosten von nun 1,13 Millionen Euro gehen 315 000 Euro Zuschüsse ab. Wegen der Verteuerung verzichtet die Stadt auf die heuer vorgesehene Sanierung der Laufenstraße (200 000 Euro).

Für 20 Jahre als Gemeinderat ehrte Oberbürgermeister Wolfgang Amann Dr. Hansjürgen Gölz und überreichte ihm eine Holzinger-Mappe. Gölz gehörte erstmals 1984 dem Gremium an. Zwei mehrjährige Auslandsaufenthalte des Gymnasiallehrers unterbrachen seine Ratstätigkeit. Jeweils mit vielen Stimmen gewählt, gehört Gölz, der auch SPD-Fraktionschef ist, seit 1999 unentwegt dem Gremium an. Erst Lehrer am Helfenstein-Gymnasium war er zuletzt stellvertretender Schulleiter am Michelberg-Gymnasium, bis er vor zwei Jahren in den Ruhestand trat. Gölz ist im Stadtkirchen-Kirchengemeinderat und im Kunst- und Geschichtsverein aktiv.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Technische Ausschuss des Gemeinderats die Erd-, Beton- und Tiefbauarbeiten zur Erweiterung des Regenrückhaltebeckens bei der früheren Kläranlage bei Aufhausen vergeben. Günstigster Bieter war die Firma Rossaro aus Aalen. Ihr Angebot summiert sich auf rund 295 500 Euro. Sie will Mitte April mit den Bauarbeiten beginnen und sie bis Ende Juli abschließen. Weingart rechnet mit Gesamtkosten von 375 000 Euro. Dieser Betrag ist so im Haushaltsplan des Eigenbetriebs Abwasserbeseitigung finanziert. Das Rückhaltebecken muss, wie berichtet, erweitert werden, weil bei starken Regengüssen immer wieder zu große Wassermassen ins Autal schossen; außerdem entsteht in Aufhausen ein Neubaugebiet, sodass die Abwasserkapazität erhöht werden muss.

Durch unsachgemäße Bedienung ging die Spülmaschine (Baujahr 1994) im Kapellmühlsaal kaputt. Wie die Stadtverwaltung nun mitteilt, übernimmt die Versicherung des Verursachers den Schaden von 940 Euro, wobei der Maschinenrestwert noch 200 Euro betrug.