Der Radwegabschnitt von der Geislinger Stadtmitte - vom Nel Mezzo an der B 10 - bis zum Radweg nach Eybach ist zwar schon seit Mai fertig. Vergangene Woche wurde er aber nun offiziell eingeweiht. Dazu kamen unter anderem Direktorin Nicola Schelling vom Verband Region Stuttgart, Geislingens OB Frank Dehmer, Tiefbauamtsleiter Ulrich Weingart und mehrere Stadträte am Radweg auf Höhe der Firma Odelo zusammen.

Schelling spannte in ihrem Grußwort den Bogen von der schwäbischen Eisenbahn bis in die Jetztzeit. Wo einst die Stahlräder der Züge gerollt seien, werde die Strecke nun mit Rädern anderer Art genutzt, sagte sie. Naherholungsziele, die sich problemlos und ohne Auto mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichen ließen, würden wichtiger denn je. Durch die geringe Steigung sei die Trasse, die mit der aufwendig renovierten historischen Eisenbahnbrücke die Eyb überbrückt, auch für Menschen mit Behinderung geeignet. Die Gesamtkosten für den Bauabschnitt betrugen 516.000 Euro, die Region Stuttgart übernahm einen Anteil von 145.000 Euro, das Land 166.000 Euro. Dank der Zuschüsse bleibe der finanzielle Aufwand für die Stadt erträglich, sagte OB Dehmer. Zuversichtlich ist Stadtbaumeister Karl Vogelmann hinsichtlich der Realisierung des noch fehlenden Verbindungsstücks bis in die Obere Stadt zum Geislinger Bahnhof. Die Verhandlungen mit der Bahn liefen entweder auf eine langfristige Pachtlösung oder einen Kauf hinaus. Letzteres, sofern der Preis dafür angemessen und bezahlbar sei, so Vogelmann. Als hervorragend bezeichneten die Geislinger Georg Hutzler und Rita Wiedmann den Radweg.

Schelling, Dehmer und die weiteren Beteiligten weihten anschließend die Industriekulturinsel am Tälesbahnhof ein.