Asylpolitik Ankerzentren werden zur Transitzone

 Hermann Färber MdB
Hermann Färber MdB © Foto: unbekannt
Kreis Göppingen / swp 08.06.2018

„Die in Vorbereitung befindlichen Anker-Zentren sollen künftig eine spürbare Entlastung für den Landkreis sowie seine Städte und Gemeinden ­haben“, glaubt der Göppinger CDU-Bundestagsabgeordnete Hermann Färber  (Foto unten). Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Einrichtung von sogenannten Anker-Zentren würden  für effizientere und schnellere Asylverfahren sorgen. Anker, so erklärt Färber,  stehe für Ankunfts-, Aufnahme-, Entscheidungs- und Rückführungseinrichtungen. „Mehrere dieser Anker-Zentren sollen als Pilotprojekt bis zum Spätsommer in Betrieb gehen“, erklärt Färber in einer Pressemitteilung.

Schnellere Verfahren

Die Regierungspolitiker erwarten laut Färber, dass die Asylverfahren  wesentlich schneller ablaufen und sich die derzeit unbefriedigende Rückführungssituation verbessert. „Wenn die Schutzsuchenden und alle zuständigen Behörden in derselben Einrichtung untergebracht sind, ist das eine gute Voraussetzung für sachgerechte und zügige Verwaltungs- und Verfahrensentscheidungen“, legt der CDU-Parlamentarier dar. „Wir schaffen damit eine Rechtssicherheit sowohl für die wirklich Schutzbedürftigen als auch für die Antragssteller, die kein Bleiberecht erhalten“, führt Färber aus. In den Anker-Zentren würden, ähnlich einer Transitzone, die Asylsuchenden bis zur Entscheidung über ihren Asylantrag verbleiben und dann anschließend von dort in ihre Heimatländer zurückgeführt, wenn der Asylantrag abgelehnt worden ist. Lediglich Asylsuchende, deren Asylantrag eine Chance auf Anerkennung beziehungsweise auf einen Bleibestatus hat, werden dann auf die Bundesländer und damit auf die unterbringungspflichtigen Landkreise und Kommunen verteilt.

„Ich bin überzeugt davon, dass wir mit den Anker-Einrichtungen einen wichtigen Beitrag zur Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung leisten werden“, stellt der  Bundestagsabgeordnete fest. Dadurch, so Färber, würden die Landkreise sowie die Städte und Gemeinden weit weniger Unterbringungsgelegenheiten vorhalten müssen, als es bislang der Fall sei. Damit würden auch diese spürbar finanziell entlastet.

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