In den aktuellen Reise- und Sicherheitshinweisen für die Türkei auf der Homepage des Auswärtigen Amtes ist von willkürlichen Verhaftungen auch deutscher Staatsangehöriger zu lesen. Und auch davon, dass in Einzelfällen bereits das „Liken“ eines Beitrags, der der türkischen Regierung missfällt, zu Festnahmen geführt habe (www.auswaertiges-amt.de).

Reisehinweise sind keine Reisewarnungen

Solche Reisehinweise verunsichern Reiselustige, die ihren Urlaub in die Türkei bereits gebucht oder geplant haben. Aber umgebucht hat deshalb noch niemand, wie sowohl Susanne Hertel von „Travel Service“ als auch Carmen Raff-Melz vom TUI Reisecenter Schlienz Touristik und Sabine Herrmann von ToBi’s Reiseagentur unisono bestätigen. 

„Eine kostenlose Stornierung oder Umbuchung geht nur bei Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes“, informiert Susanne Hertel. Eine Reisewarnung wird nur selten ausgesprochen – nämlich nur dann, wenn Gefahr für Leib und Leben durch eine Naturkatastrophe, Epidemie, Krieg oder Terror im ganzen Land oder bestimmten Regionen besteht.

Andere Länder profitieren

Die Haupt-Alternativen für sonnenhungrige Urlauber sind Spanien und Griechenland, da sind sich alle drei Expertinnen einig. „Ganz Vorsichtige bleiben im Ländle oder besuchen die Schweiz oder Österreich“, fügt Raff-Melz schmunzelnd hinzu.

Mehr zu dem Thema lesen Sie am Dienstag (19.März) in der GEISLINGER ZEITUNG und im E-Paper.

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Ein Sicherheitshinweis ist keine Reisewarnung


Das Auswärtige Amt unterscheidet zwischen Reishinweisen, Sicherheitshinweisen und Reisewarnungen.

Reisehinweise enthalten allgemeine Infos über Einreisebestimmungen, medizinische Hinweise und straf- oder zollrechtliche Besonderheiten.

Sicherheitshinweise nennen besondere Risiken für Reisende und können die Empfehlung enthalten, auf Reisen zu verzichten oder sie einzuschränken.

Reisewarnungen beinhalten den dringenden Appell, Reisen in ein Land oder in eine Region  zu unterlassen.