Bau Amstetter Gemeinderat unter Strom

Die neue Lonetalschule in Am- stetten wird wieder mal teurer.
Die neue Lonetalschule in Am- stetten wird wieder mal teurer. © Foto: Die Lonetalschule
Amstetten / Thomas Hehn 07.04.2018
Amstettens Gemeinderat musste in den Osterferien nachsitzen. Grund: Der Umbau der Lonetalschule wird wieder mal teurer.

Bei der außerordentlichen Sitzung am 29. März berichtete Architekt Andreas Werner vom Göppinger Büro Gauß &  Knödler, dass die Elektroarbeiten um satte 183 000 Euro teurer würden als in der Kostenschätzung angenommen. Das bestätigt der bei der Gemeinde angestellte Architekt Bernd Dietrich auf Anfrage der GEISLINGER ZEITUNG, die nicht zur Sitzung eingeladen war.

Aufgrund der erheblichen Kostensteigerung hob der Gemeinderat die Ausschreibung des Gewerkes mit 9:4 Stimmen auf und beschloss, die  Arbeiten erneut und damit zum dritten Mal auszuschreiben. Ob dann bessere Preise erzielt werden, bezweifeln nicht wenige. Nachdem sich auf die erste öffentliche Ausschreibung überhaupt kein Interessent meldete, ging auf die zweite, diesmal beschränkte Ausschreibung, nur ein Angebot ein – mit besagtem Ergebnis.

Im weiteren Verlauf der ­Sitzung hatte Werner bessere Nachrichten: So werden Lieferung und Montage der Trennwände für die Klassenzimmer billiger: Lag das günstigste Angebot mit  101 000 Euro bereits 9000 Euro unter der Kostenschätzung, gehen von dieser Summe durch den Verzicht einer Trennwand samt Tür nochmals 15 000 Euro weg. Die Vergabe erfolgte einstimmig.

Bindefrist für Lüftung

 Auch  das dritte Gewerk, der Einbau der Lüftungsanlage, lag mit 285 000 Euro noch im Rahmen der Kostenberechnung (277 000 Euro). Die Arbeiten wurden aber dennoch  nicht vergeben, sondern stattdessen mit einer Bindefrist versehen. Vor der endgültigen Vergabe will der Gemeinderat das Ergebnis der erneuten Ausschreibung der Elektroarbeiten abwarten, um notfalls bei der Lüftung noch Abstriche machen zu können.

Glücklich sei keiner mit dieser Entscheidung, erläutert Dietrich. Schließlich verliere man mit der erneuten Ausschreibung der Elektrik weitere vier Wochen. „Doch die Zeit drängt“, warnt der Architekt.

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