Konzert Altstadtkneipe wird zum Irish Pub

 Wie ihre Vorgänger „Ariadne’s Bird“ trugen auch „Daddy was a Leprechaun“ am Samstag aus vollen Kräften dazu bei, dass ein Hauch von Irland durch die Geislinger Altstadtkneipe „Die Spitze“ wehte.
 Wie ihre Vorgänger „Ariadne’s Bird“ trugen auch „Daddy was a Leprechaun“ am Samstag aus vollen Kräften dazu bei, dass ein Hauch von Irland durch die Geislinger Altstadtkneipe „Die Spitze“ wehte. © Foto: Konstantin Heidemann
Geislingen / Konstantin Heidemann 13.03.2018

Eine spitzenmäßige „Irish Night“ hat Thomas „Wanze“ Müller in Kooperation mit Thorsten Fischer am Samstagabend in Geislingen auf die Beine gestellt. Die urige Altstadtkneipe „Spitze“ war ganz im Stil eines zünftig herben Irish Pubs dekoriert, so dass bei den hereindrängenden Besuchern gleich die passende Stimmung aufkam. Schon bevor es richtig los ging, drückten sich die neugierigen Gäste schon durch die engen Gänge. Glücklich konnten sich diejenigen schätzen, die noch rechtzeitig ein Plätzchen ergattern konnten.

Die beiden „Traditional Irish Folk Bands“, die aufspielten, hätten unterschiedlicher nicht sein können. Sie ergänzten sich aber perfekt und machten – jede auf ihre Art – dem Sound von der grünen Insel alle Ehre.

Die Opener: locker und lässig

Ganz locker und lässig starteten „Ariadne’s Bird“ aus dem Raum Frankfurt als Opener. Zwei Mann, zwei Stimmen und eine ganze Menge irischer, schottischer und englischer Songs im Handgepäck bestimmten zunächst ihr Programm. Das Duo überzeugte die rund um den Bühnenbereich dicht gedrängt herumstehenden Besucher durch seine große Begeisterung. Ob Mitsingballaden wie „Loch Lomond“, Pubkracher wie „Whiskey in the Jar“ oder Songperlen wie „Galway Shawl“ – das Repertoire der beiden hat einiges zu bieten.

Nach einer kurzen Raucherpause setzten sich die beiden Musiker auch schon auf ihre Plätze, nahmen die Akustikgitarre in die Hand und hatten die Bodrahn in Position gebracht. Micha startete mit „Hot Asphalt“ auf der Mundharmonika. Auf den Song „Monto“, der, wie die Zuhörer erfuhren, in der Montgomery Street startet, folgte ein schön flott gespieltes Lied aus den 1960er Jahren („Man from the Daily Mail“). Bei „Donegal Danny“ – ein Shanty- also ein Seemannslied – kam gleich wieder richtig Schwung in die vorderen Bühnenreihen und die Stimmung war auf dem Höhepunkt.

Parallel dazu musste Thorsten Fischer einen kurzen Einlassstopp verhängen, sonst wäre die Musikkneipe aus den Nähten geplatzt.

Die Headliner: noch geballter

Natürlich hatten auch die Headliner „Daddy was a Leprechaun“ ihr Musikköfferchen gut mit hochkarätigem Liedgut bestückt. Noch geballter, mit einem Musiker mehr als ihre Vorgänger, ging es gleich sehr schwungvoll zur Sache. Mit der Gitarren- und Stimmpower von Uli Striffling sowie Simon Klaus und Allrounder Wolfgang Mayer (Tin Whistle, Bouzouki, Gitarre, Dudelsack, Gesang) ist die Band nach langem Hin und Her wieder ein klassisches Folk-Trio, in dem jeder mehrere Instrumente beherrscht. Diese Vielzahl an einsetzbaren Instrumenten ermöglicht es den dreien, ein interessantes Repertoire an Songs zu spielen. Mit eingängigen Gassenhauern aus Irland und Schottland ließ es das Trio auch gleich wieder brennen in der Bühnenregion, ließ die angeheizten Gäste Feuer und Flamme werden. „Daddy was a Leprechaun“ führten die begeisterten Zuhörer weiter ein in eine Welt voller Klänge und Stimmungen. Ihre kraftvoll gespielten Songs ließen einen Hauch Irland durch die Altstadtkneipe weihen. Zwischendurch wurde es auch mal ruhiger und melancholischer bei der Balladen-Runde. Ein Highlight war der Einsatz eines Dudelsacks, gespielt von Wolfgang Mayer. Dieses Instrument darf bei so einem Konzert einfach nicht fehlen. Es stieß auf eine riesen Resonanz beim Publikum und sorgte obendrein für einen grandiosen Abschluss mit frenetischem Beifall.