Geislingen / Claudia Burst Vor 30 Jahren waren es noch „locker“ 20 Vereine, die in Geislingen Altpapier sammelten – heute macht das nur noch der Turnverein Altenstadt. Noch.

Altpapiersammeln lohnt sich für Vereine immer weniger. Im Dezember organisierte der Sport-Club Geislingen zum letzten Mal eine Altpapiersammlung. In diesem Jahr ist es nur noch die Handballabteilung des Turnvereins Altenstadt, die in Geislingen an drei Terminen das Altpapier zusammenträgt. „Wir versuchen es dieses Jahr noch. Wenn sich der Ertrag dann aber nicht erhöht, lassen wir es auch bleiben“, kündigt Jürgen Gröner vom TVA an.

Das Hauptproblem ist, dass der erforderliche Aufwand und der Ertrag nicht mehr in Relation zueinander stehen, sagt Helmut Mühlhäuser.  Gröner äußert sich ähnlich.

Früher 80 Euro pro Tonne

Es gab Zeiten, die liegen gerade einmal drei oder vier Jahren zurück, als die Vereine mehr als 80 Euro pro Tonne Altpapier bekamen, sagt Dirk Hausmann, der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB) im Landkreis Göppingen. „Der Preis für Altpapier entwickelt sich an der Börse und ist seit zwei Jahren im Keller“, informiert er.

Gründe sind vielfältig

Die Gründe dafür, dass in der Stadt nur noch so wenig Vereine sammeln, sind aber vielfältiger: eine Rolle spielt die Papiertonne. Eine andere, dass es generell weniger Druckerzeugnisse, wie etwa Kataloge, gibt. Dafür aber mehr Kartonagen, die großvolumig, aber leicht sind.

Wegen mehr versicherungstechnischer Vorschriften steige der organisatorische Aufwand, manche Vereine haben Probleme, Helfer in ihren Reihen zu finden oder Fahrzeuge für das Abtransportieren der Papierberge.

Auf dem Dorf ist alles anders

Auf dem Dorf ist das alles noch kein Thema, zumindest nicht im genannten Ausmaß. Dort hält sich der Aufwand, um eine Sammlung zu organisieren, im Gegensatz zur Stadt in Grenzen: „Zwei Fahrzeuge à acht Personen – da sind wir in zwei Stunden durch“, sagt Svenja Stirmlinger, die Pressesprecherin der Sportvereinigung Reichenbach. Die Spvgg hat am vergangenen Samstag in Reichenbach Altpapier gesammelt.

Wir berichten in der Samstagsausgabe der GZ ausführlicher über das Thema (23. März)

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