Der Alte Zoll ist im hinteren Teil bis zu 28 Meter tief abgesackt. Die Ursache: Erst ab einer Tiefe von 31 Metern beginnt unter dem Fachwerkhaus der tragfähige Grund,  erläutert Statiker Matthias Kehl. Die Schichten darüber bestehen zum Teil aus ehemaligem Flussabraum – kein optimaler Baugrund, auf dem sich die Last eines großen Hauses gleichmäßig verteilen könnte. Die Auswirkungen sind am deutlichsten an einer Wand im zweiten Stock zu sehen: Tiefe Risse – regelrechte Furchen – ziehen sich dort durch das Mauerwerk.

Gründung wurde noch nie saniert

  Die so genannte Gründung – also der Übergang zwischen Bauwerk und Boden – des fast 525 Jahre alten Fachwerkhauses sei noch nie grundlegend saniert wurden, sagt  Kehl. Genau dieses Vorhaben steht nun an – denn sonst könnte das Haus weiter ungleichmäßig absacken. Dazu wird zuerst der Boden im ganzen Gebäude abgegraben auf das gleiche Niveau gebracht.

Trägerrost und Betonplatte zur Stabilisierung

Dann wird ein Gitter verlegt, das aus vier Längs- und sieben Querbalken aus Beton besteht. Diese Trägerrost wird anschließend – vermutlich im Oktober oder November – mit einer insgesamt 250 Quadratmeter großen und 25 Zentimeter dicken Betonplatte, die abschnittsweise gegossen wird, verbunden. Betonplatte und Trägerrost sollen das Gewicht des Alten Zolls in Zukunft gleichmäßig verteilen und eventuelle Bodenabsenkungen ausgleichen.

Mehr zu dem Thema lesen Sie am 25. Juni in der GEISLINGER ZEITUNG und im E-Paper.