Geislingen an der Steige Alter Bau und Kornschreiber

Carl Otto Maurer jun. präsentiert die Weihnachtskarte der GEISLINGER ZEITUNG. Wer sie kauft, unterstützt die Aktion "Gemeinsam gehts besser". Foto: son
Carl Otto Maurer jun. präsentiert die Weihnachtskarte der GEISLINGER ZEITUNG. Wer sie kauft, unterstützt die Aktion "Gemeinsam gehts besser". Foto: son
Geislingen an der Steige / EVA BECK 30.11.2012
Der Alte Bau und der Kornschreiber sind markante Gebäude in Geislingen. Die historischen Bauten sind die Motive der Weihnachtskarte der GZ, die der Göppinger Künstler Volker E. Luft gezeichnet hat.

Zwei geschichtsträchtige Gebäude sind auf der aktuellen Weihnachtskarte der GEISLINGER ZEITUNG zu sehen, die es ab sofort in der Geschäftsstelle der GZ in Geislingen zu kaufen gibt: Der Alte Bau und der Kornschreiber. Die Graphitzeichnung ist dem Kalender "Filstal Impressionen 2013" der Hohenstaufenstiftung entnommen, den der Göppinger Künstler Volker E. Luft gestaltet hat.

Der Alte Bau wurde 1445 von der damaligen Reichsstadt Ulm als Kornspeicher errichtet und gilt mit seinen acht Stockwerken als eines der größten Fachwerkhäuser Deutschlands. Das Gebäude ging 1823 in das Eigentum der Stadt über. Im 16. Jahrhundert erfolgte ein vollständiger Umbau der westlichen Traufseite. Zuletzt wurde der Alte Bau 1961 renoviert. Er beherbergt das Heimatmuseum der Stadt Geislingen und das Süddeutsche Schatztruhenmuseum. In seiner Galerie zeigen Stadt und Kunst- und Geschichtsverein ständig wechselnde Ausstellungen regionaler Künstler. Das ehemalige Kornschreiberhaus in der Geislinger Moltkestraße wurde 1397 gleich neben dem Alten Bau, dem ehemaligen Kornspeicher, über einem Gewölbekeller errichtet. Das Gebäude ist im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert worden. 1989 ist es abgetragen und 1992 über dem Keller - orientiert am Originalzustand im Jahr 1500 und teilweise mit original Hölzern - wieder aufgerichtet worden. Mit dem unter Denkmalschutz stehenden Kornschreiberhausist die älteste Haussubstanz der Stadt Geislingen überhaupt überliefert.

Der Göppinger Künstler Volker E. Luft fängt seine Stadtansichten detailgenau und mit liebevollem Blick ein. An den zwölf Zeichnungen des Kalenders hat er ein dreiviertel Jahr gearbeitet. Mit Geislingen verbinden den 78-Jährigen Jugenderinnerungen, er hat hier einige Jahre die Schule besucht. Längere Zeit lebte und studierte er in Bologna und Florenz, sieben Jahre lang lebte er als Architekt in Brasilien. Mitte 50 folgte seine dritte Berufslaufbahn. Lufts Schaffen prägen sakrale Bilder, Porträts, Akte und Bilder von Kindern. Ausgestellt hat er in Göppingen, bei der Weltausstellung 2002 in Hannover, in Berlin, Prag, Budapest, Mailand und in Vatikanstadt.

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