Waldhausen Alles über Feuerwehr und Schulgeschichte

Bei Kaffee und Kuchen lassen es sich die Senioren im Rathaus von Waldhausen gut gehen. Dazu gibt's ein buntes Unterhaltungsprogramm.
Bei Kaffee und Kuchen lassen es sich die Senioren im Rathaus von Waldhausen gut gehen. Dazu gibt's ein buntes Unterhaltungsprogramm. © Foto: Ernst Häge
ERNST HÄGE 19.04.2016
Ein Seniorennachmittag in Waldhausen für drei Kirchengemeinden. Das Programm bot beste Unterhaltung und war sehr abwechslungsreich.

Senioren der Kirchengemeinden Schalkstetten, Bräunisheim und Waldhausen waren jetzt zu einem Seniorennachmittag geladen. Die beiden Programmpunkte Waldhauser Schulzeit und Feuerwehr boten dabei beste Unterhaltung und viel an Information.

Ortsvorsteher Reiner Strehle begrüßte die 50 Gäste im Rathaus und wünschte ihnen einen unterhaltsamen Nachmittag. Dekan a.D. Immanuel Nau erinnerte dann an die Einweihung des Feuerwehrhauses und die Inbetriebnahme des neuen Löschfahrzeugs im vergangenen Jahr. Nach Kaffee und Kuchen, serviert von den Waldhauser Frauen, führte Horst Büchele durch die Schulzeit von Waldhausen. Bis 1720 gingen die Kinder in Waldhausen jährlich 20 Wochen zum Unterricht. Danach wurde die Schulzeit auf jährlich 26 Wochen erhöht. Seinerzeit lernten die Schüler das Lesen, nur die Begabtesten schreiben. Dies hatte zur Folge, dass viele Kinder nur lesen aber ihren eigenen Namen nicht schreiben konnten. Der Unterricht fand in der Wohnstube des Schulmeisters statt. Die Schulgeschichte insgesamt stieß bei den Zuhörern auf großes Interesse.

Feuerwehrkommandant Thomas Strehle informierte dann über das Feuerwehrwesen in der heutigen Zeit. Die Ersteinheit, die als erste am Unfall- oder Brandort eintrifft, ist mit einem Brechwerkzeug ausgerüstet. Dazu gehört der Spreizer, damit werden Türen aufgebrochen und Autofenster geöffnet. Zum Rettungswesen gehört eine bewegliche Trage, mit der man besser durch Engstellen kommt. Die Aufgabe des Gruppenführers ist, die Verletzten so schnell wie möglich zu versorgen und wenn nötig ins Krankenhaus zu bringen. Nach der Alarmierung sollte die Feuerwehr in zehn Minuten am Unglücksort sein. Die Ausbildung der Wehr ist sehr vielseitig. Zumeist werde technische Hilfe bei Katastrophen wie Überschwemmungen und Unfällen geleistet. Das Retten von Menschenleben steht dabei im Mittelpunkt. Mit Bildern einer Zeitreise dokumentierte Strehle die Entwicklung der Wehr. Anschließend erläuterte der Kommandant das neue Löschfahrzeug und die Ausstattung des neuen Feuerwehrgebäudes.