Kreis Göppingen/ Stuttgart Alle sind zufrieden

Kreis Göppingen/ Stuttgart / SWP 14.03.2012

Nach Einschätzung der Staatlichen Schulämter haben Eltern und Schulen den Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung sehr begrüßt. Für Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer zeigt sich jetzt, "dass wir es mit dieser Entscheidung geschafft haben, den Druck auf Kinder, Eltern und Schulen wesentlich zu vermindern". Die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrkräften habe sich dadurch erheblich verbessert. Dies werde jetzt von einer Umfrage des Ministeriums an allen Staatlichen Schulämtern bestätigt, nachdem die Beratungsgespräche der Klassenlehrer mit den Eltern geführt worden sind.

Die jetzige Abfrage bei den Regierungspräsidien und Staatlichen Schulämtern mache deutlich, dass die vorherige Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung Kinder, Eltern und Schulen stark belastet habe. Nur wenige Eltern hätten jetzt gefordert, auf den alten Weg zurückzukehren. So kommt vom Staatlichen Schulamt Göppingen die Meldung, die Eltern seien "erleichtert, endlich selber bestimmen zu dürfen". Manche Eltern seien zwar verunsichert gewesen, jetzt selbst die Verantwortung für den weiteren schulischen Weg ihrer Kinder zu tragen, heißt es. Umso wichtiger sei die intensive Beratung durch die Grundschule empfunden worden.

Die Ämter berichteten in der Umfrage allerdings auch, dass sich die Eltern Sorgen machten über Standortschließungen bei Werkrealschulen, über große Klassen an Realschulen und Gymnasien sowie darüber, dass ihr Kind nicht an der gewünschten weiterführenden Schule unterkommen könnte.