Vortrag  Albtrauf ist Tourismusmagnet

Geislingen an der Steige / SWP 28.12.2017
ESA-Vorsitzende Isabell Noether spricht an der HfWU über das Tourismus- und Destinationsmanagement im Kreis Göppingen.

Mit dem Begriff Tourismus verbinden viele zunächst einmal Reisen in andere Länder oder andere Regionen Deutschlands. Doch wie sieht es mit dem Tourismus direkt vor der eigenen Haustür aus? Um diese Frage zu beantworten, hat der Verein Gesundheits- und Tourismusmanagement des gleichnamigen Studiengangs an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) mit Professor Dr. Dennis Hürten Isabell Noether, die Geschäftsführerin der Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf (ESA), eingeladen.

Isabell Noether, die für 31 Gemeinden in der Region zuständig ist, gab in ihrem Fachvortrag an der Hochschule nicht nur Einblicke in ihre tägliche Arbeit, sondern stellte den Studenten außerdem Trends in der Vermarktung von Destinationen vor. Der Albtrauf, das City Outlet Geislingen und die Burgruine Helfenstein sind nur ein paar Beispiele für die touristischen Höhepunkte in und um Geislingen.

Der klassische Tourist für Ausflüge und Reisen in die Region sei der gestresste Berufstätige aus der Großstadt, der eine Auszeit brauche und zur Ruhe kommen wolle, erklärte Noether. Der Tourismusverband ESA biete dieser Zielgruppe ebenso Kur- und Wellnessangebote zur Erholung wie Leihräder und Wander­infos für den Aktiv­urlaub. Eine wichtige Rolle ­spiele auch die Einbeziehung ­regionaler Produkte beispielsweise im „Albtrauf-Mitbring-Säckle“.

 Mehr Übernachtungen im Landkreis, Qualitätsmanagement auf den Freizeitwegen – das sind die Ziele der Tourismusfachfrau. Außerdem wünscht sie sich mehr Übernachtungsmöglichkeiten für die Region. Weitere Bestandteile ihrer Arbeit seien Naturschutzaufgaben und die Umsetzung und Bekanntmachung des „sanften Tourismus“, erläuterte sie. Noether nutzt neben den klassischen Marketingaktivitäten in Print- und Onlinemedien und bei Messeauftritten auch Imagefilme sowie die Arbeit von Bloggern, die beispielsweise Wanderwege testen und ihre Erfahrungen dokumentieren.

 Als Trend in der Vermarktung von Destinationen nannte sie virales Marketing. Dabei verbreiten sich Kampagnen über die sozialen Netzwerke und erhalten so eine größere Aufmerksamkeit. Wichtig sei außerdem die Steigerung der Attraktivität einer Region durch konkrete Reisemotive und Alleinstellungsmerkmale, schärfte sie den Studenten sein. Damit schaffe man für die Urlauber einen Anreiz, die Region zu besuchen. Isabell Noether: „Man kauft das, womit man sich identifiziert.“

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