Medizin Alb-Fils-Kliniken operieren an ihrem Image

Bei der Gesprächsrunde im Kapellmühlsaal stellen Chefärzte und die Pflegedirektorin ihre Fachbereiche vor.
Bei der Gesprächsrunde im Kapellmühlsaal stellen Chefärzte und die Pflegedirektorin ihre Fachbereiche vor. © Foto: Isabelle Jahn
Geislingen / Isabelle Jahn 10.11.2018

Das Vertrauen der Bürger gewinnen – das ist die Motivation, die am Donnerstagabend Chefärzte und Geschäftsführer der Alb-Fils-Kliniken (AFK) in die Kapellmühle in Geislingen gebracht hat. Wurde dieses Vertrauen doch in jüngster Zeit immer wieder auf die Probe gestellt. Wegen Fällen von multiresistenten Keimen (MRE) und, nachdem Patienten aufgrund falsch verabreichter Infusionen verstarben, standen die AFK stark in der Kritik der Öffentlichkeit (wir berichteten).

„Die Geschehnisse waren nicht positiv, aber wir haben sie positiv bearbeitet“, sagte Professor Dr. Andreas Schuler, Chefarzt der Helfenstein-Klinik in Geislingen und Ärztlicher Direktor der AFK, am Donnerstagabend im Gespräch mit der GZ. Man nehme aber durchaus eine „Vertrauenskrise“ wahr und gehe nun ganz bewusst „den Weg in die Öffentlichkeit“. Der medizinische Geschäftsführer Ingo Hüttner sagte, mit der Veranstaltung wolle man die Botschaft senden: „Wir sind für die Bevölkerung da.“

Um diese Zusage zu verdeutlichen und das Spektrum der Versorgung an den beiden Klinik-Standorten in Göppingen und Geislingen zu präsentieren, trafen sich auf der Bühne: Chefärzte der Allgemein- und Viszeralchirurgie (Dr. Matthias Hahn), der Frauenklinik mit Geburtshilfe (Dr. Falk Clemens Thiel), der Orthopädie und Unfallchirurgie (Dr. René Schmidt) und der Kardiologie (Professor Dr. Stephen Schröder) sowie Pflegedirektorin Margit Hudelmaier.

Wie arbeiten und was leisten die Ärzte der AFK, die pro Jahr im Durchschnitt 36 000 Patienten stationär und 114 000 ambulant behandeln? Wo liegen die größten Herausforderungen und wie passt sich die medizinische Versorgung der digitalen Entwicklung an? Die Chance, Antworten auf Fragen wie diese zu bekommen, ergriffen an dem Abend nur wenige Bürger. „Ein bisschen mehr Interesse hätte die Veranstaltung verdient“, sagte Andreas Schuler in seiner Begrüßungsrede.

Für die, die da waren, war also ein überdurchschnittlicher „Betreuungsschlüssel“ geboten, worauf der Moderator der Gesprächsrunde, Ralf Currle, scherzhaft hinwies. So suchten einige Besucher das direkte Gespräch mit den Ärzten oder ließen ihre Fragen an den Infoständen im Foyer beantworten. Margit Lange aus Böhmenkirch machte sich schließlich mit einem guten Gefühl auf den Heimweg: „Ich bin dankbar, dass es die Kliniken gibt“, sagte die 70-Jährige. Die Kompetenz der Ärzte stehe für sie an erster Stelle.

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