Religion Abschied für Pfarrer Esche mit viel Musik

Geislingen / Claudia Burst 17.07.2018

Frank Esche nimmt in Erbach noch einmal eine neue Herausforderung an und wird dort geschäftsführender Pfarrer (wir berichteten). Am Sonntag wurde der Geislinger Seelsorger in der Martinskirche bei einem Gottesdienst verabschiedet. Fast 300 Gemeindemitglieder und andere Wegbegleiter nahmen diese Gelegenheit wahr, sich von Frank Esche zu verabschieden.

In die neun Jahre währende Tätigkeit, die der Pfarrer in Altenstadt verbrachte, fielen zahlreiche Umbrüche in der Kirchengemeinde: die Fusion der Martins- mit der Markuskirchengemeinde, der Verkauf des Jugendheims inklusive des Einbaus eines neuen Gemeindesaals in die Martinskirche, der Wechsel der Pfarrstellen sowie weitere Auswirkungen des jüngsten Pfarrplans.

„Bei solchen Umbrüchen tun sich immer auch neue Wege auf, gemeinsam mit anderen Kirchengemeinden etwas zu gestalten“, sagte Anita Gröh als Vertreterin der Landessynode bei ihrer Abschiedsrede an Esche gewandt: „Das hast du als Bereicherung empfunden und bist diese Wege gegangen.“ Als Beispiele nannte Gröh den Religionsunterricht für Erwachsene zusammen mit Bad Überkingen und die Kinderbibelwoche gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde Geislingen.

Dekan Martin Elsässer bedankte sich bei Frank Esche für sein Mitwirken im gesamten Distrikt, in der Gesamtkirchengemeinde und in seiner Gemeinde. Mit seiner „besonnenen Art“ habe er Schwerpunkte gesetzt und Spuren hinterlassen. Dazu gehörte seine seelsorgerliche Arbeit und vor allem die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie das „Sitzen in der Stille“, mit dem er dem wichtigen „Hören auf Gott“ eine Form gegeben habe. Der Dekan ließ aber auch durchblicken, dass es bei der „hart umstrittenen Immobilienfrage“ Vorwürfe gegeben habe, „die Sie getroffen haben“. Dem jetzt vorübergehend einzigen Pfarrer in Altenstadt Tobias Kaiser wünschte Martin Elsässer Kraft für die bevorstehende Vakaturvertretung.

Die Verabschiedung wurde verschönert und lebendig gestaltet mit viel Musik: 36 Kinder des Lindenschul-Chors waren gekommen, um Frank Esche eine Freude zu bereiten. Es sangen die Kantorei der Martinskirche und das Markus-Chörle. Bernhard Lehle, der als Vertreter von Oberbürgermeister Frank Dehmer und im Namen des Gemeinderates ein Grußwort sprach, lieh sich Hannes Waders Lied „Heute hier, morgen dort“ und fügte diesem eine eigene Strophe für den scheidenden Pfarrer an.

Der Schulleiter der Lindenschule, Christoph Straub, bedankte sich bei Pfarrer Esche für „die vielen Dinge, die Sie mit angestoßen und Wege, die wir dadurch gemeinsam gefunden haben“. Isabella Rapp sprach im Namen des Kirchengemeinderats, als sie sagte: „Wir behalten Sie in guter, nein, in bester Erinnerung.“

Von den Mitgliedern des Rates erhielt Frank Esche einen Rucksack voller Wegzehrung, von der Dosenwurst bis zum Beffchen – überreicht mit fröhlich-schwäbischen Gedanken. Mit diesem Rucksack auf dem Rücken bekomme der Ausdruck „Der Abschied fällt schwer“ eine ganz neue Bedeutung, meinte Esche. Er bedankte sich bei allen Wegbegleitern und schüttelte nach Ende der Veranstaltung noch lange viele Hände.

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