Geislingen Kulturschock? Ja, bitte!

Geislingen / Angelina Neuwirth 21.06.2018
Von Geislingen nach Mexiko, Bangkok und Peking: Studenten der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Geislingen erzählen, was sie im Auslandssemester machen.

Insgesamt 130 Studenten der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) werden in den kommenden beiden Semestern vom Standort Geislingen in ihre Auslandssemester entlassen. Jutta Schnell vom International Office aus Nürtingen bemerkt, dass der Trend sich wieder zu Aufenthalten in Europa verlagert. Die Favoriten seien vor allem Spanien, Italien, die Niederlande, das Vereinigte Königreich und Skandinavien. Die Plätze in Osteuropa seien dagegen wenig nachgefragt.

Bis die Studenten ihr Auslandssemester antreten, gibt es viel Arbeit. Schnell: „Wir leisten viel Aufklärung, informieren und motivieren die Studenten, um sie von der Sinnhaftigkeit eines Auslandssemesters zu überzeugen.“

Bei der Entsendung der Studenten gestern im Geislinger Stadtpark teilten Jutta Schnell, Marc Ringel, der Beauftragte für internationale Hochschulangelegenheiten, und Gisela Zimmermann vom International Office in Geislingen Turnbeutel an die Studenten aus. Die GZ hat einige befragt, wohin sie gehen und was sie sich von ihrem Semester erwarten.

Constantin Faust (24) aus Idar-Oberstein, Automotive Management (Master) im 2. Semester, geht nach Bangkok/Thailand

„Ich mache in Bangkok einen Doppelabschluss. Das bedeutet, dass man zugleich einen internationalen und einen deutschen Master-Abschluss erwirbt. Das beinhaltet auch, dass ich nicht nur ein Semester, sondern ein ganzes Jahr dort bleibe. Ich habe noch nie länger in Asien gelebt und will nun die asiatische Kultur und Eigenheiten besser kennenlernen.“

Leonard Ebinger (22) aus Stuttgart, Immobilienwirtschaft im 4. Semester, geht nach London/England

„Ich war schon einmal in London und es hat mir sehr gut gefallen. Dort gibt es einen starken Immobilienmarkt, und diese Erfahrungen sollte man in meinem Studiengang auf jeden Fall mitnehmen. Ich hoffe, dass ich viel über die Unterschiede in den Lehrweisen zwischen England und Deutschland lernen kann und die britische Kultur näher kennenlerne.“

Bernhard Löffler (21) aus Ulm, Wirtschaftsrecht im 3. Semester, geht nach Peking/China

„Ich gehe nach China, weil es eine aufstrebende Wirtschaftsmacht ist, die auch in Zukunft eine wichtige Handelsverbindung zu Deutschland hat. Die Uni, an die ich gehe, ist auf Studenten aus anderen Ländern ausgelegt, und ich erhoffe mir, dass ich internationale Kontakte knüpfen kann und lerne, wie ich in Zukunft international flexibel agiere.“

Julia Fischer (25) aus Tübingen, Wirtschaftsrecht im 3. Semester, geht nach Madrid/Spanien

„Ich will mein Spanisch und Englisch wieder auffrischen, da das im Geschäftsleben auch wichtig ist, und die spanische Kultur kennenlernen. Persönlich und im Ausblick auf den Job in der Zukunft ist so ein Auslandssemester auch eine gute Weiterbildungsmöglichkeit.“

Marco Friedel (21) aus Schwäbisch Gmünd, Immobilienwirtschaft im 2. Semester, geht nach Port Elizabeth/Südafrika

„Ich finde das Land an sich interessant und erhoffe mir, meine Englischkenntnisse zu verbessern  und das Land kennenzulernen.“

Matthias Hoffmann (24) aus Reutlingen, Wirtschaftsrecht im 2. Semester, geht nach Monterey Bay/Kalifornien

„Die USA haben mich schon immer gereizt, und in Kalifornien sind die meisten Partneruniversitäten der HfWU. Ich will die Lebensweise der Amerikaner kennenlernen – denn da besteht schon ein deutlicher Unterschied  zu Deutschland – und Leute aus der ganzen Welt kennenlernen.“

Nico Pfeiffer (22) aus Heilbronn, Nachhaltiges Produktmanagement im 3. Semester, geht nach Guadalajara/Mexiko

„Ich wollte etwas Neues sehen, ­einen Kulturschock haben. Ein Kommilitone von mir kam auf Mexiko, dort gibt es wahnsinnig viel zu sehen. Zuerst habe ich nur Vorlesungen auf Englisch.

Zum einen will ich während des Auslands­semesters die Sprache lernen und anwenden, zum anderen das Land sehen und bereisen und natürlich etwas von der Mentalität und Kultur der Mexikaner mitbekommen.“

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