Geislingen an der Steige "Sterben, Tod und Trauer" - der letzte Lebensweg

Um das Sterben, Tod und Trauer ging es bei einem Seminar für Schülerinnen.
Um das Sterben, Tod und Trauer ging es bei einem Seminar für Schülerinnen.
Geislingen an der Steige / CAROLIN BENDIG 28.11.2013

Im Zuge der Altenpflegeausbildung an der Emil-von-Behring-Schule in Geislingen besuchte eine Klasse des zweiten Ausbildungsjahres auf Wunsch der Schülerinnen ein einwöchiges Seminar zum Thema "Sterben, Tod und Trauer". Auf Anregung der Schülerinnen stellten die verantwortlichen Lehrpersonen Sabine Hoffmann und Angelika Miller ein vielfältiges Programm zusammen.

Die gemeinsame Woche startete mit eindrücklichen Erzählungen von Bieda Straub, einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin eines mobilen Hospizes im Oberen Filstal. Ihre Erfahrungen und persönlichen Gedanken zum Thema Sterbebegleitung, Verarbeitung von Tod und dem Umgang mit Angehörigen zeigten den Schülerinnen bereits zu Beginn der Seminartage, dass es eine sehr emotionale Woche werden würde.

Um die ersten Eindrücke zu verarbeiten, brachten die Schülerinnen ihre Gefühle zu Papier und ließen diese in Form eines Schiffchens die Fils hinabschwimmen.

Im weiteren Verlauf der Woche analysierten die Schülerinnen die Charaktere des Filmes "Marias letzte Reise", zogen Parallelen zu ihrem beruflichen Alltag und lernten Grundlagen der Aromatherapie kennen, um sich weiter mit der pflegerischen Betreuung Sterbender auseinanderzusetzen.

Ein gemeinsamer Ausflug führte die Klasse zur Mitte der Woche an die Ulmer Bethesda Klinik, wo die Schülerinnen durch interessante Fachvorträge ein umfangreiches Hintergrundwissen über die Palliativpflege erlangten. Dieses Wissen konnte im Laufe der Woche durch die Auseinandersetzung mit den Themen Schmerzerkennung und Schmerztherapie vertieft werden.

Zum Ausklang der Woche besuchte Markus Maichle vom gleichnamigen Geislinger Bestattungsinstitut die Schülerinnen der Altenpflegeausbildung. Auch er berichtete über seine beruflichen Aufgaben, Erfahrungen sowie über die Organisation DeathCare, welche sich um die Versorgung von Todesopfern in Katastrophengebieten kümmert. Seine wertvollen Kenntnisse sollen den Schülerinnen in Zukunft in ihrem eigenen beruflichen Alltag erleichtern, Verstorbene professionell zu versorgen. Neben der vielseitigen Wissensvermittlung wurde bei gemeinsamen Mahlzeiten die Möglichkeit genutzt, in Gesprächen das sehr emotionale Thema miteinander zu verarbeiten.

Die Altenpflegeschülerinnen des zweiten Ausbildungsjahres der Emil-von-Behring-Schule dankten dem evangelischen Gemeindehaus in Wiesensteig, in dem sie die Seminarwoche unentgeltlich verbringen durften und den Referenten sowie den Lehrpersonen.