Geislingen „Musik muss ehrlich gemeint sein“

Sein liebstes Weihnachtslied ist „Es ist ein Ros’ entsprungen“: Stefan Wich,  Musikschul-Leiter.
Sein liebstes Weihnachtslied ist „Es ist ein Ros’ entsprungen“: Stefan Wich,  Musikschul-Leiter. © Foto: Foto: Musikschule
Geislingen / Eva Heer 08.12.2018

Weihnachtslieder gehören zur Adventszeit dazu. Sie können mit ihren schönen Texten und Melodien, das Herz erwärmen – aber auch furchtbar lästig werden, wenn man sie wahllos in Kaufhäusern oder im Autoradio ertragen muss. Wir fragen bei Chorleitern und Musikern aus der Umgebung nach, wie sie zu Weihnachtsliedern stehen. Heute Stefan Wich, Musiker und Leiter der Geislinger Musikschule.

 Singen oder spielen Sie mit Ihrem Chor oder Ihrem Ensemble Weihnachtslieder?

Ja, die Mitglieder des Saxofon-Quartetts etwa spielen sehr gerne amerikanische und englische Weihnachtslieder. Und auch Liedgut aus dem deutschsprachigen Raum kommt gut an. Manchmal verändern wir hier Arrangements, indem wir interessante Harmonien oder zum Beispiel Swing-Rhythmen einbauen.

 Welches Weihnachtslied mögen Sie persönlich am  liebsten?

„Es ist ein Ros’ entsprungen“ ist für mich eines der schönsten Weihnachtslieder. Ich fühle da eine Mystik, die mich immer wieder berührt. Dazu trägt auch die rhythmische Führung der Melodielinie bei.

 Und welches gar nicht (mehr)?

Amerikanische Weihnachtslieder wie zum Beispeil „Santa Claus Is Comig To Town“ erscheinen beim ersten Hören attraktiv, nutzen sich dann aber doch erstaunlich schnell ab – vor allem „aus der Konserve“. Von Menschen live gemachte Musik finde ich immer besser.

 Welches Weihnachtslied halten Sie für völlig überschätzt und warum?

Jede Musik kann berühren – den einen mehr dies, den anderen das. Wichtig finde ich, dass Musik ehrlich gemeint und gemacht ist. Dann halte ich  kein Weihnachtslied für überschätzt.

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