Auf der Burgruine Helfenstein in Geislingen wimmelt es am Samstag – aber nicht von Touristen, sondern von Kindern und Erwachsenen in gelben Warnwesten. Die etwa 25 Teilnehmer starke Gruppe aus Weiler ist wie viele andere Sammel-Trupps mit großen Müllsäcken, Gummihandschuhen und Greifzangen für „Geislingen räumt auf“ unterwegs. Im Stadtgebiet und in den Stadtbezirken sind für die von der Stadt Geislingen organisierten Putz-Aktion bis 29. März insgesamt etwa 1250 Freiwillige im Einsatz und sammeln wilden Müll – laut Geislingens Umweltbeauftragte Sonja Pfau ein Teilnehmerrekord.

Müllsammler wagen sich an die Hänge

Während die Kinder auf dem Helfenstein ihre blauen Säcke vor allem auf den Wegen füllen, wagt sich so mancher der „Großen“ auch an die steilen Hänge. Plastikfolien hängen im Gestrüpp, Flaschen aus Glas und Plastik liegen auf dem Boden, genauso wie jede Menge Papier und unzählige Zigarettenstummel. Aber auch Gebrauchsgegenstände wie ein Rucksack und Kleidung gehören zu dem Müll, den jemand in der Natur hinterlassen hat.

Viel Müll vor allem zur Grillsaison

Die 16-jährige Mara stopft fleißig Abfall ihre Müllsäcke. Eine gefüllte Flasche kam ihr aber nicht in die Tüte. „Ich glaube, da drin hat schon was gelebt“, sagt die Schülerin mit verzogenem Gesicht. Katrin Wurster, die regelmäßig als Burgpatin auf dem Helfenstein aufräumt, berichtet von großen Müllmengen vor allem zur Grillsaison, unter anderem auch Fleischreste, die Ungeziefer anlocken. „Uns sind schon lebende Mäuse aus Säcken entgegen gekommen“, erzählt Katrin Wurster.

30 Helfer durchforsten das Eybtal

Die Eybacher Müllsammler fanden unter anderem Autoreifen an der Waldhausener Steige. „Es gibt nichts, was es nicht gibt“, sagt Peter Geiger, unter dessen Leitung etwa 30 Helfer vom Bahndamm bis zur Oberen Roggenmühle das Eybtal von wildem Müll befreit haben. Geiger ist Naturschutzwart bei der Geislinger Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins und koordiniert die Eybacher Putzete seit 18 Jahren. Die Arbeit für die Müllsammler geht keinesfalls aus, sagt der 58-Jährige.

Weitere Müllsammler waren am Samstag unter anderem im Geislinger Stadtbezirk Waldhausen unterwegs. Auch dort kam eine Menge Unrat zusammen.

Den ausführlichen Bericht und einen Kommentar zu „Geislingen räumt auf“ lesen Sie in der Montagsausgabe der GEISLINGER ZEITUNG und im E-Paper.