Feuerwehr „Das ist doch vollkommener Quatsch“

Rudolf Schmid: Kommandant für fünf Jahre oder nur ein Jahr?
Rudolf Schmid: Kommandant für fünf Jahre oder nur ein Jahr? © Foto: Feuerwehr
Amstetten / Thomas Hehn 21.02.2018

Zunächst schien die Bestätigung der Wahl von Rudolf Schmid für fünf Jahre zum 2. stellvertretenden Kommandanten der Amstetter Feuerwehr durch den Gemeinderat eine reine Formsache. Bis Kämmerer Karlheinz Beutel in der Sitzung des Gremiums am vergangenen Montag auf den Plan trat und einwandte, dass Rudolf Schmids Amtszeit nur ein Jahr betragen könne. Beutel berief sich dabei auf die Feuerwehrsatzung, in der festgelegt ist, dass „im Falle eine Nachwahl (…) der Nachgewählte für die restliche Amtszeit des Kommandanten bzw. der Stellvertreter gewählt“ wird. Beutels Schlussfolgerung daraus: Da Kommandant Daniel Rinklins Amtszeit am 31. Dezember 2018 endet, laufe auch Schmids Amtszeit zum 31. Dezember aus. Dieser Ansicht sei im Übrigen auch das Kommunalamt beim Landratsamt, mit dem er sich in der Angelegenheit im Vorfeld abgestimmt habe, ergänzte  Beutel.

 „Das ist doch völliger Quatsch! Wenn alle Kommandanten auf einmal aufhören, steht die Feuerwehr ohne Führung da“, kritisierte Petra Schrag. „So hat es die Feuerwehr vor fünf Jahren selbst gewollt“, erinnerte der Kämmerer an die eigens auf Wunsch der Floriansjünger 2013 geänderte Satzung. Allgemeinem Kopfschütteln im Gremium folgte intensive Textanalyse: „In der Satzung steht Nachwahl, aber Schmid wurde gewählt – und dann sollte es auch bei fünf Jahren bleiben“, folgerte Petra Schrag.

Rat folgt Votum der Wehr

Nach ausgiebiger Diskussion über die jeweilige Bedeutung der Begriffe „Wahl“ und „Nachwahl“ stellte Petra Schrag schließlich den Antrag, dem Votum der Feuerwehr bei der Hauptversammlung zu folgen und Schmids Wahl als reguläre Wahl auf fünf Jahre anzuerkennen. Für Karl Kustermann die einzig logische Schlussfolgerung: „Die Feuerwehr will den Mann und der Mann will auch. Warum sollten wir jetzt ein Problem daraus machen?“

So sah es im Anschluss auch die überwältigende Mehrheit im Gremium: Mit 16:2 Stimmen und zwei Enthaltungen wurde Rudolf Schmids Wahl auf fünf Jahre bestätigt. Ob der Beschluss rechtens war, muss jetzt die Rechtsaufsicht prüfen. Notfalls müsse man die Feuerwehrsatzung eben nochmal ändern, erläuterte der stellvertretender Bürgermeister Heinrich Schmohl.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel