Geislingen / swp

Der Oberarzt Andreas Viardot von der Uniklinik Ulm hält am Mittwoch um 19 Uhr im Geislinger Mehrgenerationenhaus einen Vortrag über Immuntherapie für Krebspatienten. Dazu lädt die Selbsthilfegruppe Krebs Geislingen ein.

Hoffnung für viele Patienten

Die Immuntherapie gegen Krebs habe in den vergangenen Jahren Anlass zur Hoffnung für viele Patienten gegeben, heißt es in einer Mitteilung der Selbsthilfegruppe. Für die Grundlagen der sogenannten Checkpoint-Inhibitor-Therapie erhielten die Forscher James Allison und Tasuku Honjo 2018 den Medizin-Nobelpreis. Mit solchen Therapien würden Erfolge bei Erkrankungen wie dem schwarzen Hautkrebs, dem Nierenzell-Karzinom, Harnblasenkrebs oder bestimmten Formen von Lungenkrebs erzielt, bei denen es vorher kaum wirksame Therapien gegeben habe.

Genetische Veränderung von Abwehrzellen

Dabei habe die Immuntherapie gegen Krebs eine lange Vorgeschichte: Frühere Erfolge waren die Knochenmarks- oder Stammzelltransplantation bei Blutkrebs seit den 1970er Jahren, bei denen ein fremdes Immunsystem Leukämiezellen attackiert und die mittlerweile bei vielen Krebserkrankungen eingesetzt werden. Die jüngste Entwicklung sei die europäische Zulassung der sogenannten CAR-T-Zell-Therapie, einem Verfahren, bei dem Abwehrzellen von Patienten gentechnisch so verändert werden, dass sie Lymphknotenkrebs und die akute lymphatische Leukämie bei Kindern heilen können.

Oberarzt Viardot stellt die Facetten der modernen Immuntherapie dar und gibt einen Ausblick auf die Möglichkeiten der Krebsbehandlung in der Zukunft.