Geislingen 9500 Euro an Preisen vergeben

Die Schar der Ausgezeichneten zusammen mit Hubert Rinklin (Dritter von rechts) und OB Amann (ganz rechts). Foto: cb
Die Schar der Ausgezeichneten zusammen mit Hubert Rinklin (Dritter von rechts) und OB Amann (ganz rechts). Foto: cb
Geislingen / CLAUDIA BURST 03.03.2012
Eine bunte Schar an Preisträgern erhielt am Donnerstagabend in feierlichem Rahmen eine Anerkennung ihrer "herausragenden Leistungen" aus dem Vermögen der Geislinger AEW-Stiftung.

"Menschen, die in verschiedenen Bereichen etwas Besonderes erreichten" - so formulierte es der Vorstandsvorsitzende des Albwerks (AEW), Hubert Rinklin, in seiner Ansprache - werden von der Stiftung "Preis der Alb-Elektrizitätswerk Geislingen-Steige eG" geehrt.

Am Donnerstagabend war es so weit: Fünf Preisträger aus dem Netzgebiet des Albwerks waren einzeln oder zu mehreren in den Albwerk-Speicher geladen worden, um für sich selbst oder als Vertreter eines Projekts, eines Vereins, einer Initiative offiziell eine Urkunde und einen Geldpreis entgegenzunehmen.

2012 heißen die glücklichen Preisträger Benjamin Decker für das Projekt "Buchstart" der Stadtbücherei Geislingen, Förderverein "Pieta Franz Ignaz Günther" Nenningen e.V., die Initiative "Ums Eck - für einen guten Zweck", Wiesensteig, die Ehrenamtlichen für das Bürgerzentrum Deggingen sowie die Künstlerin Christel Fuchs.

Sie alle erhielten Barschecks zwischen 1500 und 2500 Euro, sodass insgesamt 9500 Euro im feierlichen Rahmen vergeben wurden. Bevor Benjamin Decker als Erster der fünf "Auserwählten" seinen Preis von Hubert Rinklin überreicht bekam, präsentierte er den etwa 40 Anwesenden das Projekt "Buchstart". Dabei geht es darum, bereits bei kleinen Kindern mit Sprachförderung zu beginnen und sie das Medium Buch kennenlernen zu lassen. Das geschieht, indem Geislinger Familien mit einjährigen Kindern eine Tasche erhalten, in denen sich zwei Bilderbücher sowie - in drei Sprachen - Hintergrundinfos und Broschüren zur Stadtbibliothek befinden.

Stellvertretend für den Nenninger Förderverein nahmen dessen stellvertretender Vorsitzender Bernhard Baum und die Gingener Historikerin Dr. Gabriele von Trauchburg den Preis entgegen. Beide haben sich durch Öffentlichkeitsarbeit wie beispielsweise der Kreation einer aussagekräftigen Homepage intensiv dafür eingesetzt, dass die Pieta in der Nenninger Friedhofskapelle als "Kunstwerk mit Weltrang" erkannt wird.

Die Initiative "Ums Eck", die von der katholischen und der evangelischen Kirche, der Stadt Wiesensteig und dem Gewerbe- und Fremdenverkehrsverein getragen wird, wurde für die soziale Komponente ausgezeichnet. Sie bietet nicht nur Einkaufsmöglichkeit vor Ort, sondern dient darüber hinaus als Begegnungsstätte.

Eindruck machte auch das bürgerschaftliche Engagement, mit dem die Degginger ihr neues Bürgerzentrum gebaut haben. Mit über 9000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden und 330 ehrenamtlichen Helfern war es der Gemeinde möglich, dieses gelungene Bürgerprojekt im ehemaligen Martinusheim zu stemmen. Bürgermeister Karl Weber, Architekt Karl-Heinz Harder sowie die fleißigen Helfer Kölle und Fürlinger nahmen die Auszeichnung entgegen.

"Last not least", so Rinklin, zeichnete er die Bad Ditzenbacher Künstlerin Christel Fuchs mit 2500 Euro als Künstlerin aus sowie auch dafür, dass sie es geschafft habe, einer breiten Bevölkerungsschicht Kunst näher zu bringen. Als Beispiel nannte er unter anderem ihre Initiative zur Ditzenbacher Kunstnacht.

Zum Motto "Menschen, die etwas Besonderes machen" passten auch die beiden Percussionisten der Jugend-Musikschule Tim Faller und Max Wendlik, die die Preisverleihung nicht nur umrahmten, sondern regelrecht in gute Stimmung tauchten. Die beiden 13-Jährigen sorgten mit ihrem außergewöhnlichen Rhythmuswirbel sowie der Musik auf dem Marimbafon für Begeisterung unter den Besuchern.