Göppingen 25 Jahre ökumenisches Friedensgebet

Teilnehmerinnen am ökumenischen Friedensgebet in Göppingen.
Teilnehmerinnen am ökumenischen Friedensgebet in Göppingen.
FELIX MÜLLER 02.10.2013

"Menschlichkeit kommt vor dem Recht." Das war eine der Botschaften Jozo Beslics vom Ökumenisch-interkulturellen Forum beim 25. ökumenischen Friedensgebet mit dem Motto "Herzlich willkommen - wer Du immer bist" in der evangelischen Stadtkirche in Göppingen. Beslic erinnerte an die vielen Gesetze und Vorschriften in unserer Gesellschaft, die an die Jesuszeit erinnerten. Aber dann sei Jesus mit nur einem einzigen Gesetz gekommen: "Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst und Gott über alles." Wie aber verhalten sich die Christen heutzutage, fragte Beslic kritisch.

Das jährliche ökumenische Friedensgebet sei seit 25 Jahren ein Beispiel für gelungene Integration, sagte er weiter. Mittlerweile seien Beziehungen und Freundschaften, eine bunte, internationale Gemeinde entstanden, die sich in wichtigen gesellschaftlichen Fragen starkmache, etwa für das Asylrecht und ein friedliches Zusammenleben. Auch am Entstehen des Freundeskreises Asyl und der Interkulturellen Wochen sei das Friedensgebet beteiligt gewesen.

Das Verhältnis zu den Muslimen bewege und beschäftige die Gruppe seit einigen Jahren, so Beslic. Deshalb habe man mit den muslimischen Freunden das "Christlich islamische Gespräch" ins Leben gerufen. Beslic: "Ohne den Frieden zwischen den Religionen wird es keinen Frieden zwischen den Nationen geben. Deshalb ist das ökumenische Friedensgebet so wichtig und wertvoll." Den würdigen Rahmen für das Jubiläum gab der Gospelchor "Joyful voices" unter Leitung von Gerald Buß.