Geislingen Geislingen wird zur Autostadt

Geislingen / Jürgen Wahr 18.06.2018
Die Neuwagenmesse im Notzental mit zahlreichen Aktionen beschließt den Automobilsommer der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt. Die Besucher strömen scharenweise.

Die Autoshow der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) ist als eine der größten Freiluftmessen in Süddeutschland Anlaufstelle für alle Fahrzeug- und Mobilitätsinteressierten in der Region. Professor Dr. Stefan Reindl, Chef des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) an der HfWU, und sein Studiengang Automobilwirtschaft holten für die 16. Auflage am Wochenende zirka 200 Fahrzeuge von rund 20 in- und ausländischen Marken ins Notzental.

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich über Neuheiten und Angebote zu informieren; wer wollte, konnte sich am Samstag anschließend beim Oldtimertreffen in der Fußgängerzone historische Fahrzeuge anschauen. Einige Besucher ließen sich auch zu elektrobetriebenen Fahrzeugen beraten. Diese verfügten zwar mittlerweile über größere Reichweiten, so Experte Reindl. Was aber noch fehle, sei unter anderem die fehlende Infrastruktur, also Ladestationen. Der Automobilprofessor wünscht sich in dieser Hinsicht mehr Aktivität von der Politik.

Die Frage nach alternativen Antriebsmöglichkeiten und Ladestationen begegne ihm auch immer wieder als Thema, sagte der Geislinger Oberbürgermeister Frank Dehmer in seiner Begrüßung. Er dankte den Organisatoren für die Ausrichtung der Veranstaltung.

In der Parkstraße düsten die Teilnehmer des „Sparkassen Kart-Cup“ um die Wette – die Aktion wurde gut angenommen. Neu im Programm war ein Crash-Test auf dem Platz der Überkinger GmbH in Bad Überkingen und eine Übung der Geislinger Feuerwehr, die einen „Verletzten“ mit Spezialgeräten aus einem Fahrzeug rettete. Interviews von Reindl und Moderator Richard Röckl mit den Autohändlern zu ihren Produktschwerpunkten rundeten die zweitägige Veranstaltung ab.

Michael Husse von BMW Fetzer aus Kuchen berichtete, dass vor allem Interesse an Mittelklassewagen bestehe. Immer wieder werde er nach dem „sauberen Diesel“ gefragt, vom Gesetzgeber stehe aber noch die Definition aus, welche Abgasklassen ab wann auf die Straße dürften.

Zwei Bands unterhielten die Besucher, für die es auch Essen und Getränke gab. Der Nachwuchs kam beim Bobby-Car-Führerschein schon mit den Autos in Kontakt; Professor Reindl brachte den Jungen und Mädchen bei seiner Vorlesung der Kinderhochschule außerdem das Thema Mobilität näher. Die GZ berichtet darüber sowie über das Jubiläumsfest des Hochschulstandorts noch ausführlich.

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