Bundestagswahl Zwei Platzhirsche am Start

Die Bundestagswahl findet am 24. September statt.
Die Bundestagswahl findet am 24. September statt. © Foto: A4647/_Gregor Fischer
Gaildorf / Von Cornelia Kaufhold 22.08.2017
Sieben Parteien schicken im Wahlkreis 269 ihre Kandidaten ums Rennen um ein Mandat im Bundestag. Zwei davon sind alte Bekannte, Norbert Barthle und Christian Lange.

Die „schwarze Null“ trägt auch meine Handschrift,“ wirbt Norbert Barthle auf seiner Webseite. Der 65-jährige Christdemokrat aus Bettringen zog als einziger Direktkandidat seines Wahlkreises 1998 ins Parlament ein. Zeitgleich trat Christian Lange auf die bundespolitische Bühne, Jurist, Jahrgang 1964. Er ist Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, sein CDU-Kollege beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.  Alle übrigen Kandidaten im Wahlkreis Backnang/Schwäbisch Gmünd sind neue Gesichter. Melanie Lang vom Bündnis 90/Die Grünen etwa. Die 28-Jährige arbeitet als selbstständige Webdesignerin, ist seit vielen Jahren aktive Feuerwehrfrau und seit 2014 Stadträtin in Backnang. Die Bankkauffrau Gudrun Senta, Jahrgang 1954, kandidiert auf Platz 29 der Landesliste der Freien Demokraten. „Wenn wir die Fünf-Prozent-Hürde knacken, sind die ersten fünf Plätze sicher, die nächsten fünf haben eine Chance je nach Ergebnis“, erklärt sie das Wahl-Einmaleins auf ihrer Homepage.

Daniel Lindenschmid, Fachinformatiker, geboren 1992 in Nürtingen – er ist der Kandidat der Alternative für Deutschland (AfD). Er arbeitet im Büro des AfD-Landtagsabgeordneten Lars Patrick Berg. Er sieht die Wahl am 24. September als „großen Auftakt für das Superwahljahr 2021“, wenn im Bund und in Baden-Württemberg gewählt wird. „2021 solle das Jahr der AfD werden, wünscht er sich – womöglich gemeinsam in einer Regierung mit der CDU als Juniorpartner,“ heißt es auf seiner Homepage.

Für Die Linke tritt Alexander Relea-Linder an. 1988, fünf Jahre vor seiner Geburt,  waren seine Eltern aus Rumänien vor dem Ceauşescu-Regime in den Westen geflohen. Marina Djonovic wurde 1990 in Aalen geboren, ist Einzelhandelskauffrau, wohnt in Oberkochen und zieht für die Nationaldemokratische Partei (NPD) in den Wahlkampf. Für die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) tritt Marianne Kolb, Jahrgang 1958, aus Gmünd an. Sie arbeitet als Bürokauffrau.