Aalen Zwei importierte Masernerkrankungen im Ostalbkreis

Ob eine Auffrischung der Impfung gegen Masern nötig ist, zeigt der Blick in den persönlichen Impfkalender.
Ob eine Auffrischung der Impfung gegen Masern nötig ist, zeigt der Blick in den persönlichen Impfkalender. © Foto: Fotolia
Aalen / swp 10.07.2018
Das Gesundheitsamt ruft dazu auf, eventuell versäumten Nachimpfungen nachzuholen.

Dem Geschäftsbereich Gesundheit des Landratsamts Ostalbkreis wurden in der letzten Woche zwei labordiagnostisch bestätigte Masern-Erkrankungsfälle im Raum Schwäbisch Gmünd gemeldet. Es handelt sich um die ersten bestätigten Masernfälle in diesem Jahr im Ostalbkreis. Im vergangenen Jahr gab es drei bestätigte Masernfälle.

Beide Erkrankte waren nicht gegen Masern geimpft und haben sich im Ausland mit dem Masernvirus angesteckt. Nach Information des Geschäftsbereichs Gesundheit hat sich ein Erkrankter in der Türkei mit Masern angesteckt, der andere in China.

Um eine weitere Ausbreitung der Masern zu verhindern, empfiehlt der Geschäftsbereich Gesundheit der Bevölkerung, den Impfstatus zu überprüfen und versäumte Impfungen nachzuholen. „In Hinblick auf die kommende Ferien- und Urlaubszeit, mögliche anstehende Urlaubsreisen und Kontakte zu Menschen in anderen Ländern, sollte jeder Reisende im eigenen Interesse seinen Impfstatus beim Hausarzt überprüfen und gegebenenfalls vervollständigen lassen“, heißt es in der Pressemitteilung der Kreisverwaltung. Bei Fernreisen seien möglicherweise weitere, sogenannte Reiseimpfungen empfehlenswert. Masern werden durch Viren ausgelöst und kommen weltweit vor. Sie sind hoch ansteckend und treten in allen Altersgruppen auf.

Eine Maserninfektion ist keine harmlose Krankheit, denn bei etwa jedem zehnten Betroffenen treten Komplikationen, wie etwa Mittelohrentzündungen, Atemwegs- und Lungenentzündungen oder die sehr gefürchtete Gehirnentzündung, auf.

Hohes Fieber und Schnupfen

Zu Beginn der Masernerkrankung zeigen sich Beschwerden wie hohes Fieber, Husten und Schnupfen sowie Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum und der Augen-Bindehaut. Erst nach einigen Tagen bildet sich der typische Hautausschlag, der im Gesicht und hinter den Ohren beginnt und sich dann über den ganzen Körper ausbreitet. An Masern könne jeder erkranken, der die Infektion noch nicht durchgemacht hat oder nicht ausreichend durch eine vollständige Impfung geschützt ist.

Bei ungeimpften Kindern und Jugendlichen sollte die Masernimpfung so schnell wie möglich mit zwei Impfdosen nachgeholt werden, heißt es in der Pressemitteilung. Erwachsenen, die nach 1970 geboren sind, wird eine einmalige Impfung empfohlen, wenn sie gar nicht oder nur einmal in der Kindheit gegen Masern geimpft sind. Das gelte auch bei einem unklaren Impfstatus. Der Geschäftsbereich Gesundheit steht für weitere Beratungen gerne zur Verfügung.

Der Impfkalender der Ständigen Impfkommission (STIKO), veröffentlicht auf den Seiten des Robert Koch Instituts (RKI), informiert über öffentlich empfohlene Impfungen

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