Gschwend Zufluchtsort für fast 200 Kinder

Der regionale Förderverein „Pater Bala“ hilft Straßenkindern von Hyderabad. Die Verantwortlichen sind (v. l.) Wilfried Abele, Hedwig Barth (Vorsitzende), Elvira Hartmann, Pater Bala, Reiner Kohout, Melanie Abele, Michael Jüschke.
Der regionale Förderverein „Pater Bala“ hilft Straßenkindern von Hyderabad. Die Verantwortlichen sind (v. l.) Wilfried Abele, Hedwig Barth (Vorsitzende), Elvira Hartmann, Pater Bala, Reiner Kohout, Melanie Abele, Michael Jüschke. © Foto: Rainer Kollmer
Gschwend / Rainer Kollmer 07.08.2018
Seit sechs Jahren unterstützt der Pater-Bala-Förderverein aus dem Schwäbischen Wald ein Kinderprojekt in Südindien.

Der indische Pater Bala hat nun schon 14 Jahre lang die Sommer-Vertretung in der Spraitbacher Pfarrei übernommen. Der katholische Geistliche ist auch sonst ein gern gesehener Gast, da er mit Spenden aus Deutschland mehrere soziale Projekte in Indien auf den Weg gebracht hat. Der Förderverein „Pater Bala und die Straßenkinder“ unter Führung von Hedwig Barth aus Durlangen unterstützt die Initiativen des Paters seit sechs Jahren.

Die vereinfachte Namensgebung des Pallottiner-Paters Dr. Balaswamy Madanu als „Pater Bala“ macht es den Besuchern im Schlechtbacher Dorfhaus einfacher, ihn im Rahmen eines Informationsnachmittags anzusprechen und Fragen zu stellen. Er wird nicht müde, die oft hoffnungslose Situation der Straßenkinder und Waisen von Hyderabad mit seinen über sieben Millionen Bewohnern zu schildern. Die jungen Menschen wachsen oft ohne Eltern auf, lungern perspektivlos in den Städten herum und sind oft traumatisiert. Sie kämpfen als Drogenhändler, Lumpensammler oder Schuhputzer ums Überleben, erfahren von früher Kindheit an Gewalt, Misshandlung oder Missbrauch. Die von Pater Bala gegründete Hilfsorganisation „Jeevan Jyothi Pallotti Town“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Kindern und Jugendlichen einen festen Orientierungspunkt und sicheren Rückhalt zu geben. Dabei geht es dem Pater nicht um religiöse Bekehrung oder Missionierung.

Inzwischen stehen der Organisation zwei Gebäude zur Verfügung. Im „Übergangshaus“ können männliche Jugendliche für ein halbes Jahr direkt von der Straße aufgenommen werden. Wenn sie sich in dem ungewohnten Ordnungsrahmen eingelebt haben, dürfen sie in das „Rehabilitationshaus“ wechseln und bis zur beruflichen Selbstständigkeit verweilen. Gegenwärtig werden in den beiden Einrichtungen 110 Jungen versorgt und bei ihrer schulischen und beruflichen Ausbildung begleitet. Das neueste Vorhaben ist nun ein drittes Haus, das nur für Mädchen vorgesehen ist. Es soll von Schwestern des Pallottiner-Ordens geleitet werden. Ein Grundstück für das Gebäude konnte bereits gekauft werden. Der Bau des Mädchen-Hauses soll voraussichtlich noch im Herbst 2018 beginnen und am Ende mindestens 150.000 Euro kosten. Die Verwirklichung des Vorhabens wird sowohl von den „Bala-Patenschaften“ mit jeweils 250 Euro im Jahr als auch durch Spenden finanziert, die über den regionalen Förderverein „Pater Bala“ organisiert werden.

Bereits am 11. August wird Pater Bala um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Spraitbach erneut über seine Arbeit berichten.

Adressen und Kontakte

Missionssekretariat der Pallottiner, Vinzenz-Pallotti-Straße 14, 86316 Friedberg. Die „Bala-Patenschaften“ mit je 250 Euro im Jahr werden dort abgewickelt. Ansprechpartner: Josef Eberhard, Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: 0821/60052520, Fax: 0821/ 60052526, E-Mail: info@pallottiner.org

Regionaler Förderverein „Pater Bala und die Straßenkinder“, „Kinder in Not“ und „Hilfe, die ankommt!“ Hedwig Barth, Gmünder Str. 19, 73568 Durlangen, Telefon 07176/592. Monika Schuster, Lohwasenstraße 12, 73565 Spraitbach, Telefon 07176/740. Spendenkonto: Förderverein Pater Bala, Mutlanger Bank, IBAN: DE68 6136 1975 0213 4960 03, BIC:
GENODES1RML

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