Kurz, aber heftig: So lässt sich der Wintereinbruch am Samstag wohl am besten beschreiben. Im Limpurger Land und in der Region setzte schon nach wenigen Stunden wieder Tauwetter ein, weshalb von der weißen Pracht vor allem in den tieferen Lagen nicht mehr viel übrig ist. Die paar Stunden starker Schneefall reichten jedoch, um Autofahrer, Polizei und Rettungskräfte in Atem zu halten. Das Polizeipräsidium Aalen, in dessen Zuständigkeitsbereich die Landkreise Hall, Ostalb und Rems-Murr fallen, meldet für Samstag in der Zeit zwischen Mitternacht und 14 Uhr insgesamt 25 witterungsbedingte Verkehrsunfälle. Dabei wurden drei Personen leicht verletzt.

Bus gegen Baum

Neun dieser Unfälle ereigneten sich im Landkreis Schwäbisch Hall. Um kurz vor 8 Uhr fuhr ein leerer Linienbus auf der L 1046 bei Gnadental gegen einen umgestürzten Baum, der quer auf der Fahrbahn lag. Um 12.30 Uhr überschlug sich auf der B 19 bei Gaildorf-Münster ein Auto auf schneeglatter Fahrbahn. Eine Person wurde dabei leicht verletzt. Wenig später rutschte ein Auto in Kirchberg in der Schloßbergstraße in den Graben. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen.

Im selben Zeitraum wurden der Polizei zwölf umgefallene Bäume oder gefährlich herabhängende Äste gemeldet. Es kam mancherorts zu geringen Verkehrsbehinderungen. In nahezu allen Fällen beseitigte die Feuerwehr die Bäume.

Im Ostalbkreis rutschten bei zehn von elf Unfällen Autos in Straßengräben oder gegen Verkehrszeichen. An einem Unfall um 8.15 Uhr bei Ellwangen-Rattstadt waren zwei Autos beteiligt. Dabei wurde eine Person leicht verletzt. Der Sachschaden addiert sich auf rund 20.000 Euro. Auch im Ostalbkreis meldeten Autofahrer mehrere umgefallene Bäume oder herabhängende Äste.

Kollision mit Räumfahrzeug

Sechs witterungsbedingte Unfälle melden die Ordnungshüter aus dem Rems-Murr-Kreis. In einem Fall rutschte ein Bus gegen ein geparktes Auto. An zwei Unfällen waren Fahrzeuge des Räum- und Streudienstes beteiligt, die mit anderen Autos kollidierten. Feuerwehr, Bauhof und Straßenmeisterei mussten mehrere umgestürzte Bäume beseitigen.

Auch auf den Autobahnen sorgte der heftige Schneefall für Behinderungen. Auf Höhe der A-6-Anschlussstelle Kupferzell kam am Samstag gegen 6.45 Uhr ein 36-Jähriger mit seinem Lkw auf schneebedeckter Fahrbahn ins Schlingern. Der Anhänger kippte um; der Laster kam an der Mittelleitplanke zum Stehen. Am Fahrzeug entstand ein Schaden in Höhe von 5000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Auf der Autobahn 7 kam gegen 10.20 Uhr ein 47-Jähriger auf Höhe Rainau mit seinem Audi ins Schleudern. Das Auto stieß zunächst mit einem Sattelzug auf dem rechten Fahrstreifen zusammen und prallte anschließend gegen die rechte Schutzplanke. Schaden an den Fahrzeugen: 10.000 Euro. Um die Mittagszeit verlor ein 71-jähriger BMW-Fahrer auf Ellwanger Gemarkung die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen den rechts neben ihm fahrenden Mercedes eines 22-Jährigen. Beide Autofahrer blieben unverletzt und konnten auf dem Standstreifen anhalten. Es entstand Sachschaden in Höhe von rund 14.000 Euro.

Golf gegen Mercedes-Van

Hoher Sachschaden entstand am Samstag um 8.15 Uhr bei einem Unfall auf der B 29: Eine 20-Jährige war mit ihrem VW Golf von Westhausen kommend in Richtung Aalen unterwegs und wollte an der Abzweigung nach Wasseralfingen nach links abbiegen. Als sie bemerkte, dass sie auf schneebedeckter Fahrbahn auf ein vor ihr an der roten Ampel stehendes Auto rutschen wird, lenkte sie nach rechts. Dabei stieß sie mit dem Mercedes-Van einer 44-Jährigen zusammen, die auf der rechten Fahrspur geradeaus fahren wollte. Der Mercedes wurde nach rechts abgewiesen und prallte gegen einen Ampelmast. Der Sachschaden bei diesem Unfall beträgt rund 60.000 Euro.

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