Gaildorf Wetterfrosch lässt auf sich warten

Der nationale Wetterdienst sucht Mitarbeiter.
Der nationale Wetterdienst sucht Mitarbeiter. © Foto: dpa
Gaildorf / Peter Lindau 22.10.2018
In Sachen Wetteraufzeichnung droht Gaildorf zu einem weißen Fleck auf der Karte des DWD zu werden.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist ein staatlicher Dienst. Unter anderem sorgen viele ehrenamtliche Wetterbeobachter dafür, dass Daten gesammelt und Statistiken erstellt werden können. Auch in Gaildorf gibt es eine offizielle Station des DWD. Doch diese scheint ein Auslaufmodell zu sein. Der Wetterbeobachter möchte seine Daten nicht täglich über das Internet an die Rechenzentrale des DWD senden. Doch an der elektronischen Datenverarbeitung führt in der heutigen Zeit kein Weg vorbei.

„Gaildorf ist nun die letzte Station in meinem Betreuungsgebiet, die die Daten nicht über das Internet täglich eingibt“, klagt Günter Roß von der Außenstelle Stuttgart der Regionalen Messnetzgruppe München. Zuletzt hatte er im September für eine Tätigkeit als Wetterbeobachter in Gaildorf oder der näheren Umgebung geworben.

Einen Erfolg hatte die Initiative nicht, denn neben der Nutzung eines Internet-Anschlusses gibt es Kriterien für das Grundstück. Der DWD stellt einen „Hellmann“ zur Verfügung. Mit diesem Gerät wird die Niederschlagsmenge gemessen. „Umgebende Hindernisse, wie zum Beispiel Gebäude oder Bäume“, erklärt Günter Roß, müssen doppelt so weit von dem Messgerät entfernt sein, wie sie hoch sind. Zudem müssen die Messwerte verlässlich übermittelt werden. Dafür ist im Falle von Urlaub oder Krankheit eine Vertretung erforderlich.

Der Gaildorfer Wetterfrosch muss seine Tätigkeit nicht umsonst ausüben. Der DWD zahlt eine steuerfreie Aufwandsentschädigung von derzeit 706 Euro pro Jahr.

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