Gaildorf Wettbewerb "Nördliches Kocherufer": Der Siegerentwurf soll realisiert werden

Der Landschaftsarchitekt Stefan Fromm stellt im Gaildorfer Gemeinderat die beiden Preisträger des Wettbewerbs "Nördliches Kocherufer" vor.
Der Landschaftsarchitekt Stefan Fromm stellt im Gaildorfer Gemeinderat die beiden Preisträger des Wettbewerbs "Nördliches Kocherufer" vor. © Foto: Richard Färber
KLAUS RIEDER 29.09.2014
Der Siegerentwurf des städtebaulichen und freiraum-gestalterischen Wettbewerbs "Nördliches Kocherufer" soll realisiert werden. Der Landschaftsarchitekt Stefan Fromm erläuterte den Entwurf.

Im Juli kürte das Preisgericht die beiden besten Entwürfe des städtebaulichen und freiraum-gestalterischen Wettbewerbs "Nördliches Kocherufer" im Bereich des Sanierungsgebietes Stadtmitte IV. Nun musste der Gemeinderat entscheiden, welcher der beiden Entwürfe weiter verfolgt werden soll. Dazu erläuterte Stefan Fromm dem Gremium die beiden Entwürfe. Der Landschaftsarchitekt hob hervor, dass die Entscheidungen des Preisgerichtes im Juli einstimmig gefallen seien. Ebenso einmütig fiel dann auch das Votum des Gemeinderates aus, den Siegerentwurf des Landschaftsarchitekturbüros Glück aus Stuttgart im Rahmen des Sanierungsgebietes "Stadtmitte IV" zu realisieren.

Fromm, der im Juli dem Preisgericht angehörte, machte klar: Die nötigen Flächen für eine Umgehungsstraße werden nicht verplant, der Bau der Straße wird möglich sein.

Eine Sorge von einer Reihe von Bürgern brachte Stadtrat Frank Stettner zum Ausdruck: In dem Entwurf wird über Privateigentum hinweg geplant. "Man kann nicht an der Grundstücksgrenze aufhören zu denken", entgegnete der Landschaftsarchitekt. Bei einem städtebaulichen und freiraum-gestalterischen Wettbewerb müsse man "über Grenzen hinwegdenken und -planen". Die Umsetzung des Entwurfs sei "keine Sache der nächsten fünf Jahre" versuchte Fromm das Gremium und die bei der Sitzung zahlreich anwesenden Zuhörer zu beruhigen. Der Entwurf lege vielmehr die künftige Entwicklung zugrunde. Bis zur Umsetzung könne dann vielleicht noch das eine oder andere Privatgrundstück durch die Stadt erworben werden. Mögliche Probleme würden geklärt, wenn die einzelnen Bereiche des Entwurfs weiter konkretisiert werden.

In einer der nächsten Sitzungen möchten der Gemeinderat und das Planungsbüro den Entwurf in Abschnitte teilen und festlegen, was zunächst umgesetzt werden soll.