Mit einer großen Plane ist die Rutschung an der L 1054 am Dendelbach zwischen Hohenhardtsweiler und Westheim abgedeckt. Es handle sich um eine Sofortmaßnahme, mit der verhindert werden soll, dass weiterhin Wasser in das Erdreich eindringe, teilt das Regierungspräsidium in Stuttgart auf Anfrage mit.

Mehr hat sich nicht getan, seit der Hang über Weihnachten ins Rutschen geraten war. Auf der Strecke, die erst im Jahr 2017 für rund 1,7 Millionen Euro erneuert wurde, gibt es jetzt also wieder eine Verengung, die nur einspurig befahren werden kann. Eine Ampel regelt auf dem etwa 100 Meter langen Abschnitt die Durchfahrt. Wann er wieder freigegeben werden kann, ist offen.

Untersuchung notwendig

Ein Geologe des Aalener Instituts Geotechnik sei vor Ort gewesen und habe die Rutschung begutachtet, berichtet Steffi Paprotka von der Koordinierungs- und Pressestelle des Regierungspräsidiums. Wie die Rutschung gesichert werden könne, stehe aber noch nicht fest. Man müsse vorab die Geländetopografie vermessen und Boden- und Baugrunduntersuchungen durchführen. Erst dann könne entschieden werden, welche Art der Sicherung infrage komme. Aus diesem Grund könnten zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch keine Aussagen zu den möglichen Kosten und zum zeitlichen Ablauf getroffen werden. Mit der Untersuchung soll so bald wie möglich begonnen werden.

Der Hang war über die Weihnachtsfeiertage auf einer Länge von 40 bis 50 Metern ins Rutschen geraten. Auslöser waren starke Niederschläge. Diese Rutschung sei neu, sie befinde sich nicht im Bereich der Rutschung, die im Zuge der Straßensanierung vor eineinhalb Jahren beseitigt wurde, teilt das Regierungspräsidium mit. Hier sei die Hangsicherung weiterhin intakt – die Steine, die zur Sicherung verlegt wurden, sind neben dem Erd-
rutsch gut erkennbar. Die Fahrbahn war 2017 auf einer Länge von 3,2 Kilometern erneuert und teilweise verbreitert worden. Fünf Monate lang war sie komplett gesperrt.

Der Hang ist in diesem Bereich schon mehrfach ins Rutschen geraten und wieder befestigt worden. Zuletzt musste die Straße im Juni 2016 für mehrere Monate voll gesperrt werden. In der Folge wurde sie auf einer Länge von 25 Metern komplett neu aufgebaut. Unter anderem wurde dafür nicht geeigneter Boden ausgebaggert und durch neue Schotterschichten ersetzt, zwischen die dann sogenannte Geogitter eingebaut wurden (wir haben berichtet).

Abschluss verzögert sich

Auch die Sanierung der Gesamt­strecke, zu der man sich schließlich entschlossen hatte, verlief unter erschwerten Bedingungen. Schon bei Baubeginn hatte sich eine neue Rutschung abgezeichnet, die beseitigt werden musste. Und der Abschluss der Arbeiten verzögerte sich um drei Wochen, nachdem man festgestellt hatte, dass die vorgesehenen Hangsicherungen nicht ausreichen würden.

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