Jahresfeier Weltreise mit Sandland-Air

Katja Frank folgte ihrem Vater Günther in der Leitung des Liederkranzes, gemeinsam singen sie bei der Jahresfeier.
Katja Frank folgte ihrem Vater Günther in der Leitung des Liederkranzes, gemeinsam singen sie bei der Jahresfeier. © Foto: hgf
Kaisersbach / Hans Georg Frank 09.04.2018

Von den Kastelruther Spatzen entliehen sich die Macher des Hellershofer Gesangvereins die Motivation für eine fulminante Leistung: „Was man gern macht, macht man gut.“ Was in Südtirol gilt, das hat auch im Sandland seine inspirierende Bedeutung. Sowohl der Männerchor als auch die Gesangs- und Instrumentalgruppe bewiesen bei der Jahresfeier in Kaisersbach einmal mehr, dass sie mit Spaß an der Sache zu sensationellen Steigerungen fähig sind. Zweimal war die Halle ausverkauft, als musikalisch einmal die Welt umrundet wurde.

„Es wird eine tolle Reise werden“, hatte die Vorsitzende Katja Frank versprochen. Die Vielfliegerin hatte die Idee zum Thema „Weltenbummler“ mitten in New York. „Weltenbummler sind offene und gesellige Zeitgenossen, die nie genug von der Vielfalt dieser Erde bekommen können“, erfuhr das erwartungsvolle Publikum aus berufenem Mund.

Perfektionistische Feinarbeit

Bis ins letzte Detail war diese Traditionsveranstaltung in monatelanger Vorbereitung weiter perfektioniert worden. Einen Abend lang soll die Mühsal des Alltags vergessen sein. Als Eintrittskarte diente ein Boarding Pass für den Flug 2018 mit Sandland-Air. Auf der Bühne stapelten sich Koffer, als gäbe es eine direkte Verbindung zum Gepäckband des Flughafens in Stuttgart. Die Kulisse dominierte ein Sammelsurium berühmtester Sehenswürdigkeiten wie Eiffelturm, Freiheitsstatue und Christus von Rio. Bereits im Foyer kam Urlaubsstimmung auf beim Anblick von Sand, Sonnenschirm und Strandliegen, daneben warteten Cocktails und Eisspezialitäten an zwei Bars.

Der Männerchor, begleitet von Bernd Büttner am Piano, sorgte mit acht pfiffig intonierten Liedern für erstes Fernweh. Mal romantisch, mal sehnsüchtig, mal fröhlich, aber immer treffsicher gelang der bisher größte Auftritt unter der noch neuen Dirigentin Cosima Hermann optimal. Mit scheinbar leichter Hand führte die 21-Jährige die kleine Schar der Sänger und lobte sie mit ehrlichem Applaus.

„Planet der Lieder“ umrundet

Als „Show mit vielen Überraschungen“ stand im Programm jene zweistündige Revue, die seit mehreren Jahrzehnten das Markenzeichen der „Eintracht“ ist. Mit 28 Titeln im Gepäck jetteten die Sandland-Stars um den „Planeten der Lieder“, von Venedig ins Steirerland, von Böhmen zum Sirtaki, von Moskau nach Rio und Hawaii. Die begeisternde Reise ging weit übers Meer, mitten ins Paradies, direkt auf Wolke sieben und ans Ende der Welt. Verstärkung bekam die muntere Truppe von den Zwillingen Carl und Martin, gerade acht Jahre alt geworden, die sich für weitere Aufgaben empfahlen.

Elvis Presley, dessen deutsche Vorfahren namens Pressler vom Silberhäusle stammen sollen, präsentierte sich brustfrei und hüftschwingend mit einem Medley. Chris Macchini brachte mit einer Hymne auf seine Heimatstadt Chicago erstmals den Swing in die bisher von Schlager und Volksmusik geprägte Feier. Im Bauch der Mutter soll seine ungeborene Tochter vor Freude gestrampelt haben.

Die Amateure, denen das Playback der Profis fremd ist, überraschten mit einer Performance, die auch dem verwöhnten Stammpublikum höchste Anerkennung abnötigte. „Sie werden immer noch besser“, lautete das übereinstimmende Urteil. Der Erfolg ist beispielhaftem Engagement geschuldet, das idealistischen Einsatz und den Verzicht auf Urlaub verlangt. Für die Fortsetzung im nächsten Jahr sind die ersten Karten bereits bestellt.

Vor und hinter den Kulissen

Die Vereinschefin Katja Frank konnte sich wieder auf tatkräftige Unterstützung verlassen. Unter Leitung von Martin Fordinal sorgten Karin und Heribert Schwenger, Werner Rothweiler, Heinz Brückner und erstmals Lukas Dreher am Schlagzeug für die Instrumentalbegleitung. Mit ihren Gesangsbeiträgen glänzten Marina Fordinal, Daniela und Aylin Deiss, Linda Hudelmaier, Monika Weller sowie Günther Frank, Hermann und Hardi Hänle, Chris Macchini, Bernd Weller. Für Service und Technik ließ sich eine halbe Hundertschaft verpflichten, darunter mehrere Großfamilien.

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