Gaildorf Weihnachtskrippen in der Region (6) - Auf Spurensuche

REINHOLD HARING 19.12.2013
Es gibt viele Regionen, die den Krippen ihren Stempel aufgedrückt haben. Brauchtum und Kultur sind oftmals ein wesentlicher Bestandteil beim Bau von Weihnachtskrippen. Wie sonst ist es zu erklären, dass plötzlich Maria und Josef in Landestracht gewandet neben dem Jesuskind in der Krippe stehen?

Zu den Regionen, die keine eigene Krippenkultur entwickelt haben, zählt auch das Limpurger Land. Warum dies so ist, darüber kann eigentlich nur spekuliert werden. Einer der Faktoren ist sicherlich die Tatsache, dass die hiesige Region mit wenigen Ausnahmen - dazu zählen Hausen, Winzenweiler und die Comburg - evangelisch geprägt ist und symbolische Darstellungen in Figurenform bei Martin Luther eine eher untergeordnete Rolle gespielt haben. Im Gegensatz zum Bühlertal, das ja bekanntlich zum katholischen Ellwangen gehörte. Ein weiterer Grund könnte sein, dass es zwar viel Holz in der Region gibt, die Schnitzkunst aber ein eher stiefmütterliches Dasein feierte. Die Winter waren einfach nicht lang und streng genug wie in der Alpenregion, um sich ein Hobby wie die Schnitzerei anzueignen.

So gesehen gibt es also keine spezielle "Limpurger Krippe". Sammler und Liebhaber dieser christlichen Kunst können sich nach eigenem Geschmack ausstatten. Dies wurde auch bei der Krippenausstellung zum Weihnachtsmarkt im Gaildorfer Wurmbrandsaal deutlich, wo verschiedene Krippenarten zu bestaunen waren, die allesamt eine besondere Faszination ausüben.