Gaildorf Weihnachtskrippen in der Region (3) - Die Geographie bestimmt die Ausführung

Kostbares Kleinod: Eine Krippe aus Swarovski-Kristallglas im Krippenmuseum im Ahrntal.
Kostbares Kleinod: Eine Krippe aus Swarovski-Kristallglas im Krippenmuseum im Ahrntal. © Foto: Reinhold Haring
REINHOLD HARING 16.12.2013
Weihnachtskrippen werden nicht nur in die Landschaft eingebunden, in der sie entstehen - auch wenn dies oft nicht der Realität entspricht. Denn Jesus wurde eben nicht in gebirgigen Gefilden geboren, so wie dies die alpenländischen Krippen darstellen.

Weihnachtskrippen werden nicht nur in die Landschaft eingebunden, in der sie entstehen - auch wenn dies oft nicht der Realität entspricht. Denn Jesus wurde eben nicht in gebirgigen Gefilden geboren, so wie dies die alpenländischen Krippen darstellen.

Krippen werden auch aus dem Material gebaut, das in der entsprechenden Region vorhanden ist oder hergestellt wird. So ist der Bayerische Wald die Glasbläserregion Deutschlands mit einer langen Tradition. Dort sind die großen Glasmanufakturen in Zwiesel und Bodenmais beheimatet. Oder das österreichische Inntal, wo Rattenberg und Wattens bei Kristallliebhabern einen hervorragenden Ruf genießen. Kein Wunder also, dass man sich dort auch die Weihnachtskrippe aus dem Material herstellt, mit dem man sich bestens auskennt und arbeiten kann - eben Glas.

Die kunstvoll und meist als Unikat hergestellten Krippen genießen nicht nur Sammlerstatus, sondern sind in der Regel auch sehr wertvoll und damit für den Weihnachtsalltag nicht zu gebrauchen. So können sie oft nur in Krippenmuseen bestaunt werden, wie diese Darstellung aus Swarovski-Kristallglas im Krippenmuseum im Ahrntal. Schließlich müssen die Besitzer ihre Glasfiguren mit äußerster Sorgfalt behandeln. Nicht zuletzt in Erinnerung an den unter strenggläubigen Katholiken in Niederbayern und Tirol oft gehörten Spruch "Glück und Glas, wie leicht bricht das".