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Die Schmiedelfelder Schlosskirche, 1594/95 unter Eleonora und Johann von Limpurg erbaut, erlebte im Lauf der Jahrhunderte eine vielfältige Nutzung. Nach dem Aussterben der Schmiedelfelder Limpurg-Linie wurden in dem Gebäude nur noch sporadisch Gottesdienste gehalten.

1832 erwarb die Gemeinde Sulzbach vom Königreich Württemberg, seit 1781 Eigentümer Schmiedelfelds, Schloss und Kirche und veräußerte das Ganze 1837 an die aus Aufhausen bei Bopfingen stammende Familie Liebmann. Diese richtete dort eine Brauerei ein und nutzte das Kirchengebäude als Wirtschaft. Nach weiteren Eigentümerwechseln wurde die "Schloßbrauerei Schmiedelfeld" bis Mitte der 1920er-Jahre weitergeführt, danach folgte eine landwirtschaftliche Nutzung durch die "Schloßgut Schmiedelfeld a.K. GmbH" (1925) mit dem "Gasthaus Schloß Schmi(e)delfeld" (1926).

In der ersten Hälfte der 1930er-Jahre wurden in der Kirche Wohnungen eingerichtet. 1943 nahm darin die Zähleranstalt Rudolf Köhler (ZARK) ihren Betrieb auf. ZARK-Chef Wolfgang Gilgen schenkte 1994 dem Heimat- und Kulturverein das Gebäude, das nun unter der Regie des Vereins und seinem damaligen Vorsitzenden Haucke Schmitt () grundlegend saniert wurde.