Beschluss Wasser braucht Reserven

Gemeinden müssen ein Auge darauf haben, dass in den Haushalten stets Trinkwasser aus dem Hahn sprudeln kann. In Oberrot hat man dazu nun ein vorbeugendes Maßnahmenpaket beschlossen.
Gemeinden müssen ein Auge darauf haben, dass in den Haushalten stets Trinkwasser aus dem Hahn sprudeln kann. In Oberrot hat man dazu nun ein vorbeugendes Maßnahmenpaket beschlossen. © Foto: dpa
Oberrot / Brigitte Hofmann 06.10.2017
Die Gemeinde Oberrot ergreift Maßnahmen, um die Versorgung mit Trinkwasser sicherzustellen. Die Bezugsrechte bei der NOW werden von sechs auf sieben Liter pro Sekunde erhöht.

In der trockenen Periode des Frühsommers hatte sich erneut gezeigt, dass die bestehenden Bezugsrechte beim Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg (NOW) über mehrere Tage hinweg voll ausgeschöpft werden mussten. Reserven waren in Oberrot nicht vorhanden. Würden die eigenen Quellen mehr schütten, was sie in Trockenzeiten logischerweise auch nicht tun, gäbe es keine Probleme. Eine schwer zugängliche Quelle in der Nähe von Obermühle ließe sich vielleicht noch erschließen, was aber sehr teuer werden würde. Deshalb haben sich Verwaltung, Gemeinderat und Verbandsbauamt auf diverse vorbeugende Maßnahmen verständigt. Die Bezugsrechte bei NOW von sechs auf sieben Liter in der Sekunde zu erhöhen erschien allen als die sinnvollste.

Im Falle eines Rohrbruchs wäre die Ortschaft Hausen besonders gefährdet. Schon jetzt kann sie nicht mehr versorgt werden, wenn in Oberrot aus betriebstechnischen Gründen das Wasser abgestellt wird. Daher soll dort eine Ringleitung aufgebaut werden, damit Hausen unabhängig vom Hauptort Wasser bekommt. Die Kostenschätzung liegt bei 175.000 Euro. Die Erhöhung des Bezugsrechts schlägt mit 37.000 Euro zu Buche.

Den Antrag auf Förderung hat Kämmerin Petra Walch bereits gestellt. Sie rechnet mit einem Förderansatz von 80 Prozent, was bei einem Volumen von 212.000 Euro dann insgesamt 169.600 Euro wären. Bei der Erneuerung der Wasserleitung in Scheuerhalden im Zuge des Wegebauprogramms 2018 und der in Aussicht stehenden Sanierung der Kreisstraße nach Marbächle könnte die Härtefallregelung zum Tragen kommen, wobei mit einer Förderung von 77 Prozent zu rechnen ist.

Bei beiden Maßnahmen ist das Einziehen von Leerrohren für eine mögliche spätere Breitbandversorgung vorgesehen.