Gaildorf Was echte Cowboys können müssen

Pferd überquert Brücke, Hund schaut zu: Das Zusammenspiel von Reiter, Ross und Hund steht beim Horse & Dog Trail im Mittelpunkt. Diese und andere Prüfungen sind Teil des Westernreitturniers in Gaildorf.
Pferd überquert Brücke, Hund schaut zu: Das Zusammenspiel von Reiter, Ross und Hund steht beim Horse & Dog Trail im Mittelpunkt. Diese und andere Prüfungen sind Teil des Westernreitturniers in Gaildorf. © Foto: Sabrina Jurthe
Gaildorf / Sabrina Jurthe 24.07.2018
Beim neunten Westernreitturnier des Reit- und Fahrvereins Gaildorf finden sich wieder viele Experten in der Reithalle zusammen, um ihr Können unter Beweis zu stellen.

Bereits seit 60 Jahren ist der Gaildorfer Reit- und Fahrverein aktiv. Am Wochenende trug er das neunte Westernreitturnier (C-Cup) in der Reithalle aus. Schon am Freitag reisten die ersten Teilnehmer mit Wohnmobil und Pferdeanhängern an, um sich einen guten Platz für das Wochenende zu sichern und die Pferde schon einmal an die Umgebung zu gewöhnen. Um 9 Uhr startete am Samstag die erste Prüfung in der Halle.

Diese Prüfungen beruhen auch auf den Arbeiten der Cowboys im „Wilden Westen“. So müssen die Reiter zum Beispiel beim Trail eine Art Hindernisparcours überwinden. Vom Öffnen eines Tores, dem Überwinden von Stangen auf dem Boden bis hin zum Überqueren einer Brücke sind Pferd und Reiter gefordert.

Reiter im Schlafanzug

Western Pleasure, Ranch Riding und Western Horsemanship sind nur ein Teil der weiteren Disziplinen. Besonders interessant waren am Samstag die Prüfungen am Ende des Tages für Zuschauer und Teilnehmer. Eine Western Pleasure, bei der die Reiter in einem Schlafanzug nach Anweisungen zwischen den Richtern hindurchreiten mussten, sowie der Ranch Trail, bei dem es unter anderem galt, Wasser mit einer Gießkanne aus einem Gefäß zu schöpfen und damit eine Blume zu gießen, trugen zur Belustigung aller bei.

Einen krönenden Abschluss fand der Abend mit der Band Guilty, die Vorstand Andrea Liebig anlässlich des Jubiläums des Reitvereins eingeladen hatte.

Trotz Party am Vorabend waren das gesamte Team und die Reiter am Sonntag wieder früh auf den Beinen. So konnte das Turnier um 9 Uhr fortgesetzt werden. An diesem Tag starteten vor allem die oberen Klassen. Auch die Turnierbegleiter, die die Reiter unterstützen, kamen an diesem Tag zum Zug: Beim TT-Cup oder „Turnier-Trottel-Cup“, wie die Begleiter in der Reiterszene liebevoll genannt werden, bekamen diese verschiedene Aufgaben, etwa drei Dinge aufzuschreiben, die ein „TT“ beim Turnier immer dabei haben muss. Die Kleinsten waren wiederum in der Führzügelklasse an der Reihe.

Hund und Pferd bilden häufig ein Team. Drum konnten Reiter, Pferd und Hund beim Horse & Dog Trail ihr Können vor den Zuschauern und Richtern beweisen. Die Zuschauer, sowohl die jüngsten mit ihren Eltern oder Oma und Opa als auch viele weitere pferdeinteressierte Besucher, erhielten an beiden Tagen viele Eindrücke von Reitern und Pferd und staunten über die interessanten, aber auch lustigen Prüfungen. Im Reiterstübchen und draußen am Grillwagen konnten sich alle für den Tag stärken. Es wurden viele gute Gespräche geführt, man traf sich mit Gleichgesinnten – und so mancher Gast, der seine Liebe zum Reitsport wiederfand, konnte sich direkt vor Ort nach Reitstunden erkundigen.

Das Zusammenspiel der Mitglieder des Reitvereins und die Stimmung vor Ort waren hervorragend. „In Gaildorf startet man doch gerne“, so der Kommentar einer Teilnehmerin bei der Siegerehrung und der Verteilung der Preise, für die sich der Reitverein jedes Jahr viel Mühe gibt und dankbar für die Unterstützung der Sponsoren ist. „Es war wieder ein sehr gelungenes Event und wir sind froh, von unseren Helfern und Sponsoren unterstützt zu werden. Ohne diese wäre so ein Event nicht möglich“, sagte Andrea Liebig, Vorstand des Reitvereins Gaildorf. Nun hofft man im Verein, dass diese Unterstützung anhält. Denn das nächste Westernreitturnier und der Pferdemarkt im Februar als nächste Großveranstaltung sollen auch weiterhin viel Zuspruch finden.

Info

Die Ergebnisse von Teilnehmern aus der Region folgen.

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