Fichtenberg Ferienprogramm im Forst

Fichtenberg / Karl-Heinz Rückert 16.08.2018
Die Forstleute Karl-Dieter Diemer und Martin Vogel verbringen mit 14 Kindern einen Nachmittag in der Natur. Dabei lernt der Nachwuchs auch viel über die  heimische Tierwelt kennen.

Abenteuer für Schwindelfreie versprach ein weiterer Punkt im Fichtenberger Ferienprogramm. Darauf ließen sich 14 Ferienkinder ein, die nicht nur Höhenangst, sondern auch Geschicklichkeit meistern mussten und nebenbei bei einem etwas anderen Gedächtnistraining gefordert waren.

An der großen Eiche in Michelbächle am Verbindungsweg nach Gehrhof und Erlenbach wurde die unternehmungslustige Schar der Ferienkinder von Karl-Dieter Diemer vom Dienstleistungsrevier Rottal und Martin Widmann von der Gemeindestiftung empfangen. Ganz wagemutige Kletterer machten sich gleich bereit, um an den Seilen zumindest die unteren Äste der mächtigen Eiche zu erklimmen. Doch so einfach, wie sie es sich vorgestellt hatten, war die Kletterei doch nicht.

Kräftezehrende Herausforderung

Unter fachmännischer Aufsicht von Karl-Dieter Diemer wurde das Gurtzeug angelegt und die Helme aufgesetzt. Der nächste Schritt erwies sich dann doch als eine kräftezehrende Herausforderung. Erst eine spezielle Grifftechnik an den Seilen ermöglichte den Aufstieg in das Geäst in etwa fünf bis sieben Metern Höhe. Wenn die Kräfte nicht ausreichten, um mit dem selbst betriebenen Seillift das Ziel zu erreichen, ließ es sich ohne Bodenkontakt gemütlich auf niederer Höhe an den Seilen pendeln.

Auf Slackline balanciert

Währenddessen waren die anderen Kinder unterwegs über die Wiesen am Waldrand. Sie setzten mit gemeinsamem Koordinationsgeschick eine Holzkugel auf einen Pfahl, balancierten zwischen Obstbäumen auf der Slackline und mussten vom Hochsitz aus verschiedene Tiere und Vögel ausmachen, deren Modelle am Waldrand aufgestellt oder im Gebüsch versteckt waren. Kein Problem, dachten die Kinder. Erst nach dem Abstieg vom Hochsitz mussten sie ihre Beobachtungen Martin Widmann mitteilen, und da ließ manchen die Erinnerung an die gesichteten Tiere doch im Stich.

Erlöst wurde die Gruppe von Diemers Jagdhornsignal. Zurück an der Eiche durfte auch Diemers Hund Eddi mit „Stöckchenholen“ und zur Freude von Hund und Kindern in das Programm eingreifen. Nach kurzer Pause ging es in neuer Zusammensetzung in die nächste Runde zum Klettern am Baum und über die Felder, derweil Eddi etwas abseits seinem Spürsinn folgte und sich mit Mauslöchern beschäftigte. Heute steht für die Fichtenberger Ferienkinder Basteln mit Naturmaterialien auf dem Programm.

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