Gschwend Hundesteuer: Vorteile für Jagdtiere

Treuer Begleiter im Wald: Wenn sie einen Jagdhund einsetzen, müssen Gschwender Jäger jetzt keine Steuern mehr bezahlen.
Treuer Begleiter im Wald: Wenn sie einen Jagdhund einsetzen, müssen Gschwender Jäger jetzt keine Steuern mehr bezahlen. © Foto: dpa
Gschwend / Rainer Kollmer 14.11.2018
Ab dem neuen Jahr gilt in Gschwend eine geänderte Hundesteuersatzung. Unter bestimmten Voraussetzungen können Jagdhunde für ein Jahr steuerfrei gehalten werden.

Das Kommunalabgabegesetz von Baden-Württemberg wurde 1997 novelliert. Seither haben die Gemeinden die Möglichkeit, in einer örtlichen Satzung im eigenen Ermessen die Erhebung der Hundesteuer zu regeln. Im Rahmen des aktuellen Jagdpachtverfahrens regten die Pächter nun an, brauchbare Hunde für die Jagd von der Hundesteuer zu befreien. Bereits 2016 hatte der Landesjagdverband dem Gemeindetag diese Praxis empfohlen.

Als zuständiger Kämmerer gab Walter Werner zu bedenken, dass bei einer Entscheidung abgewogen werden müsse, ob man im Hinblick auf die Steuergerechtigkeit für diese Tiere eine Ausnahme machen könne. Bei Schutz- und Rettungshunden gäbe es diese Ausnahmeregelung bereits, da hier ein öffentliches Interesse bestehe. In den Gemeinden des Ostalbkreises sei eine Steuerbefreiung für jagdfähige Hunde jedoch sehr unterschiedlich geregelt. Nur wenige Gemeinden würden eine Befreiung von der Hundesteuer vorsehen.

Zehn bis 15 Anträge

Aus dem Kreis der Gemeinderäte wurde für eine Befreiung vor allem die dringend notwendige Bejagung von Schwarzwild genannt. Aber auch die Minderung der kommunalen Einnahmen kam zur Sprache. Gegenwärtig beträgt die Steuer für einen Hund jährlich 96 Euro. Jeder weitere Hund kostet 192 Euro. Bürgermeister Christoph Hald geht davon aus, dass man mit etwa zehn bis 15 Befreiungsanträgen für jagdfähige Hunde von Gschwender Bürgern rechnen müsse.

Nach eingehender Diskussion wurde der Steuerbefreiung mehrheitlich zugestimmt. Sie ist auf einen Hund begrenzt und gilt bis zum Jahresende der Gültigkeit des Jagdbegehungsscheins oder der Jagdpachtzeit. Die Brauchbarkeit der Tiere für Jagdzwecke muss schriftlich nachgewiesen werden. Die Antragsteller müssen außerdem einen gültigen Jagdschein und die Berechtigung zur Jagd auf dem Gebiet der Gemeinde Gschwend besitzen.

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